OMR Festival 2026: Wenn Pop, Plattformen und Banken sich auf einer Bühne treffen

Vier Namen stehen sinnbildlich dafür, wie eng Popkultur, Technologie, Handel und Finanzwelt mittlerweile verwoben sind: Bill Kaulitz, Mathilde Burnecki, Petra Scharner-Wolff und Antoine Le Nel. Wer dabei sein will, sollte sich beeilen – das Festival ist nahezu ausverkauft.
Wenn der Popstar auf die Plattform-Strategin trifft
Bill Kaulitz hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten gezeigt, wie sich aus einer Bandkarriere eine eigene Markenwelt formen lässt. Auf der Blue Stage trifft er auf Mathilde Burnecki von Meta. Ihre Diskussion geht über klassische Marketingfragen hinaus: Sie zeigt, warum selbst aufwendig geplante Kampagnen heute scheitern – nicht an der Idee, sondern an der Logik der Plattformen. Sichtbarkeit ist längst keine kreative Entscheidung mehr, sondern eine systemische.
Der Handel vor seinem nächsten Bruch
Kaum ein Thema ist derzeit relevanter als Agentic Commerce – die Vorstellung, dass KI-Systeme künftig eigenständig vergleichen, verhandeln und einkaufen. Petra Scharner-Wolff von der Otto Group und Philipp Justus von Google diskutieren, ob der Handel vor seinem größten Umbruch seit Einführung des E-Commerce steht. Die entscheidende Frage liegt jedoch tiefer: Wer kontrolliert künftig die Schnittstelle zum Kunden – Marken, Plattformen oder Maschinen? Die Antwort darauf entscheidet, wer überhaupt noch relevant ist.
Revolut: Wachstum als Angriff
Revolut hat in nur zehn Jahren über 70 Millionen Kunden gewonnen – und damit ein Tempo vorgelegt, das zeigt, wie langsam klassische Banken inzwischen geworden sind. Antoine Le Nel gibt Einblicke in das System hinter diesem Wachstum: Produkt als Marketing, Geschwindigkeit als Strategie, Partnerschaften mit der Formel 1, der NBA und Manchester City als Hebel für globale Markenbildung. Das Ziel: 100 Millionen Kunden – und eine neue Definition davon, was eine Bank überhaupt ist. Was diese Themen verbindet, ist keine Branche, sondern eine Verschiebung: Die Grenzen zwischen Marke, Plattform und Pop sind längst durchlässig. Wer 2026 relevant bleiben will, muss alle drei Sprachen beherrschen – oder wird von denen ersetzt, die es tun.










