Nachfolge-Lücke: Mittelstand steht vor riesigen Herausforderungen

Die staatliche KfW meldete sich vor wenigen Wochen mit alarmierenden Zahlen zum immer drängenderen Problem der Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand: Danach suchen bis zum Ende des Jahres 2026 rund 560.000 der insgesamt etwa 3,8 Millionen mittelständischen deutschen Unternehmen einen neuen Chef oder eine neue Chefin als Nachfolge für die in die Jahre gekommenen Vorgänger. Rund 190.000 von ihnen, also jedes vierte Unternehmen, müssen laut KfW aus dem Markt ausscheiden, weil sich niemand findet, der das Steuer übernehmen möchte oder kann. „Ungewollte Stilllegungen von Unternehmen werden uns häufiger begegnen“, sagt Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der Förderbank.

Lebenswerke ganzer Unternehmerfamilien sind bedroht

Keine Nachfolge im Betrieb: Damit stehen viele mittelständische Unternehmen in naher Zukunft vor dem Aus. Das gefährdet nicht nur die Arbeitsplätze der Beschäftigten und das Wirtschaftswachstum in Deutschland – sondern würde auch die oft über Jahrzehnte, von Familiengeneration zu Familiengeneration weitergegebene Firmentradition beenden.

Eine Vorstellung, mit der sich die drei führenden Köpfe hinter dem Braunschweiger Unternehmen realkapital nicht abgeben wollen. Sie machen sich seit der Gründung ihrer Beteiligungsgesellschaft im Jahr 2017 stark für die Belange des niedersächsischen Mittelstands. „Aus der Region für die Region“ lautet die Idee dahinter. In Niedersachsen gibt es aktuell mehr als 320.000 kleine und mittlere Unternehmen, davon sind etwa 70.000 Handwerksfirmen. In jeder dritten Firma ist der Chef oder die Chefin älter als 60. Bis zum Jahr 2026 macht das 17.400 übergabewürdige Unternehmen in ganz Niedersachsen und allein im IHK-Bezirk Braunschweig, dem „Hometurf“ von realkapital, fast 580 Betriebe – Jahr für Jahr.

Für die Nachfolge-Spezialisten von realkapital gibt es damit eine Menge zu tun. Torsten Lucas und Nikolaus Lange als persönlich haftende Gesellschafter sowie Partner Andreas Schramm wollen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft stärken.

Familieninterne Nachfolge verliert massiv an Bedeutung

Doch klar ist auch: Eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre für den Mittelstand, wenn nicht die größte, ist der Generationswechsel. Einer Vielzahl an zu übergebenden Unternehmen steht nur eine begrenzte Zahl an geeigneten Nachfolgern gegenüber. Während in der Vergangenheit mehr als die Hälfte der Unternehmen an Familienmitglieder übergeben wurde, verliert auch die familieninterne Nachfolge immer mehr an Bedeutung. Hinzu kommt, dass es geeigneten externen Nachfolgern oft an ausreichendem Eigenkapital oder Finanzierungsmöglichkeiten mangelt, um die Nachfolge antreten zu können. Für mehr als 40 Prozent Befragten waren Schwierigkeiten bei der Finanzierung und fehlendes Eigenkapital bei einer Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) 2022 Hauptgrund für das Misslingen eines Nachfolgeplans.

An fehlenden Finanzen soll die Nachfolgefrage nicht scheitern

Anders formuliert: Vielleicht nicht mehr in der Familie, aber unter den eigenen Mitarbeitern oder externen Kandidaten gibt es durchaus einige, die sich die Nachfolge fachlich zutrauen, die den Markt und das Unternehmen kennen und schätzen. Denen es aber aktuell an den Finanzierungsmöglichkeiten dafür fehlt. Genau da springt realkapital zur Seite. Bereits bei zehn Unternehmen hat dieses Modell funktioniert, der elfte „Deal“ befindet sich gerade auf den letzten Metern des Zustandekommens. Das Selbstverständnis von realkapital ist klar: Engagierten Talenten den Weg zum Unternehmertum ebnen, gleichzeitig Freiraum und Rückhalt schaffen und Gestaltungsspielräume stärken

Große Beteiligungsgesellschaften und Private-Equity-Fonds konzentrieren sich deutschlandweit in der Regel auf größere Mittelständler – und bleiben in der Regel nur wenige Jahre engagiert. Der inhabergeführte, kleinere Mittelstand fällt dabei in eine Angebotslücke: zu groß für einen Nachfolger aus dem Betrieb, zu klein für institutionelle Investoren. Genau in diese Lücke will die Braunschweiger Beteiligungsgesellschaft stoßen und sich mit langfristigen Engagements vom Wettbewerb abheben. Für Investoren ist diese Situation gleichzeitig eine große Chance, von attraktiven Renditen deutlich oberhalb herkömmlicher Anlageklassen zu profitieren.

Durch die regionale Verankerung und Strategie stärkt realkaptial die regionale Wirtschaft und schafft durch investiertes Kapital Mehrwert.

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