„Jeder Kunde hat bei uns seinen persönlichen Ansprechpartner!“
Interview mit Jan Starke, Geschäftsführer der MP Energie + Service GmbH
Wer heute Wohngebäude effizient, nachhaltig und zukunftssicher bewirtschaften will, braucht mehr als nur präzise Messdaten. Genau hier setzen die Mess-Profis an. Die Unternehmensgruppe begleitet Eigentümer, Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen weit über die klassische Verbrauchserfassung hinaus. „Wir sehen den größten Hebel der Energiewende im Gebäudesektor“, sagt Geschäftsführer Jan Starke. Ziel sei es, Gebäude effizienter zu machen und gleichzeitig den CO2-Ausstoß nachhaltig zu senken. Gegründet wurde das Unternehmen 1996. Heute gehören zwölf Gesellschaften mit rund 170 Mitarbeitenden zur Gruppe. Neben dem klassischen Messdienstgeschäft – von der Installation der Geräte bis zur Heiz- und Nebenkostenabrechnung – gewinnen neue Geschäftsfelder zunehmend an Bedeutung. Dazu zählen Mieterstrommodelle, Gebäudestrom und intelligente Heizungsoptimierung. Hier setzten die Mess-Profis unter anderem mit einem eigenen IT-Team und eigener Software an. „So sind wir flexibel, was Datenschnittstellen, etwa zu Hausverwalterprogrammen, betrifft“, verdeutlicht Jan Starke.
Nähe statt Warteschleife
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die regionale Präsenz. Die Mess-Profis setzen bewusst auf eigenständige Gesellschaften in verschiedenen Regionen Deutschlands. Dadurch bleiben die Wege kurz und die Kundenbetreuung persönlich.
„Der persönliche Kontakt mit unseren Kunden ist uns sehr wichtig. Deshalb hat jeder Kunde bei einem Wunsch die direkte Durchwahl seines Ansprechpartners in der Fachabteilung“, betont Jan Starke. „In Verbindung mit einem guten Service ist das unser Alleinstellungsmerkmal.“ Gerade in einer Zeit, in der viele Unternehmen auf Callcenter und outgesourcte Prozesse setzen, sei dies ein entscheidender Unterschied. Auch technologisch hat die Unternehmensgruppe früh die Weichen gestellt. Schon vor Jahren, weit bevor der Gesetzgeber dies zur Pflicht macht (ab Ende 2026), fiel die Entscheidung, ausschließlich funkbasierte Messsysteme einzusetzen. Damit können Verbrauchsdaten aus der Ferne ausgelesen und den Bewohnern monatlich zur Verfügung gestellt werden. Die Transparenz soll helfen, den eigenen Energieverbrauch bewusster wahrzunehmen und Einsparpotenziale zu erkennen.
Kaum Kündigungen
Das Thema Nachhaltigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle und wird gemeinsam mit Lieferanten und Partnern umgesetzt. Alte Messgeräte werden nicht entsorgt, sondern wiederaufbereitet und erneut genutzt. Zudem laufen viele Prozesse inzwischen vollständig digital – vom Datenaustausch bis zur Abrechnung. Für die Zukunft hat die Unternehmensgruppe ambitionierte Ziele. Aktuell betreuen die Mess-Profis rund 230.000 Wohneinheiten. In den kommenden Jahren soll diese Zahl deutlich wachsen. Dabei bleibt für Jan Starke ein Grundsatz unverrückbar: „Gleichbleibende Qualität ist die wichtigste Voraussetzung für langfristigen Erfolg.“ Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt die außergewöhnlich niedrige Kündigungsquote.






