Die Kunst der Gastfreundschaft: „Jedes Detail zählt“

Interview mit Konstantin Zeuke, General Manager des Grand Hotel des Bains Kempinski St. Moritz

Wirtschaftsforum: Könnten Sie uns zunächst etwas über Ihren beruflichen Werdegang erzählen und wie Sie dazu gekommen sind, das renommierte Hotel in Sankt Moritz zu leiten?

Konstantin Zeuke: Natürlich, gerne. Ich bin seit 25 Jahren bei Kempinski tätig, begonnen hat meine Karriere in München und habe mich ab dann innerhalb der Gruppe hochgearbeitet. Meine Karriere führte mich über verschiedene Stationen wie Ajman, Bulgarien, die Slowakei, Kroatien, Dubai, Muskat, Beirut, Riad, Kairo, und schließlich nach Sankt Moritz. Die Philosophie von Kempinski und die Vielfalt der Kulturen und Hotels, die ich kennenlernen durfte, haben mich immer fasziniert und motiviert.

Wirtschaftsforum: Was macht für Sie das Besondere an Sankt Moritz und speziell Ihrem Hotel aus?

Konstantin Zeuke: Sankt Moritz ist einzigartig, nicht nur wegen seiner Schönheit und der exklusiven Gäste, die es anzieht, sondern auch wegen der Geschichte und dem Luxus, den wir bieten. Unser Hotel hat eine lange Tradition, die wir mit modernen Annehmlichkeiten und erstklassigem Service verbinden. Besonders stolz sind wir auf unsere Renovierungen und das vielfältige Angebot, das von unseren Restaurants bis zum Wellnessbereich reicht.

Wirtschaftsforum: Wie gehen Sie mit den Herausforderungen der Branche um, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und den Erwartungen der Gäste?

Konstantin Zeuke: Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema für uns. Wir arbeiten ständig daran, unsere ökologische Bilanz zu verbessern, von der Reduktion von Plastik über die Nutzung erneuerbarer Energien bis hin zur Mülltrennung. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass unsere Gäste keine Komforteinbußen erleiden. Unser Ziel ist es, Luxus und Umweltbewusstsein in Einklang zu bringen.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielt die Philosophie von Kempinski für die Führung Ihres Hotels in Sankt Moritz?

Konstantin Zeuke: Unsere Philosophie beruht auf der Tradition der Gastfreundschaft, die sich in jedem Detail unseres Services widerspiegelt. Es geht darum, ein unvergleichliches Erlebnis zu bieten, das die Erwartungen unserer Gäste übertrifft. Diese Philosophie treibt uns an, ständig zu innovieren und unsere Dienstleistungen zu personalisieren, um einzigartige und unvergessliche Erlebnisse zu schaffen.

Wirtschaftsforum: Wie meistern Sie die Herausforderungen im Luxushotellerie-Management, insbesondere in so einem prestigeträchtigen Ort wie Sankt Moritz?

Konstantin Zeuke: Eine unserer größten Herausforderungen ist es, die Balance zwischen dem Erhalt der Tradition und der Anpassung an moderne Trends zu finden. Wir stellen sicher, dass wir stets die besten Praktiken anwenden und dabei die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Gäste im Blick behalten. Die Führung eines so außergewöhnlichen Teams, das sich unserer Philosophie verschrieben hat, ist dabei entscheidend.

Wirtschaftsforum: Inwiefern hat Nachhaltigkeit Einfluss auf die Betriebsführung Ihres Hotels?

Konstantin Zeuke: Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Wir integrieren ökologische Praktiken in alle Bereiche unseres Betriebs, von der Energieeffizienz bis hin zu nachhaltigen Beschaffungsrichtlinien. Unser Ziel ist es, nicht nur unseren ökologischen Fußabdruck zu minimieren, sondern auch unsere Gäste zu inspirieren, sich uns auf diesem Weg anzuschließen.

Wirtschaftsforum: Neben Nachhaltigkeit, welche weiteren Trends sehen Sie in der Luxushotellerie, und wie passt sich Ihr Hotel diesen an?

Konstantin Zeuke: Ein wesentlicher Trend ist die Personalisierung des Gasterlebnisses. Wir streben danach, jedem Gast ein maßgeschneidertes Erlebnis zu bieten, das seine individuellen Vorlieben und Bedürfnisse berücksichtigt. Dazu gehören personalisierte Zimmerausstattungen, maßgeschneiderte Aktivitäten und Erlebnisse in der Region sowie individuell abgestimmte Gastronomieangebote. Die Technologie spielt dabei eine große Rolle, von der digitalen Gästekommunikation bis hin zu personalisierten Apps, die unseren Gästen eine noch nie dagewesene Flexibilität und Bequemlichkeit bieten.

Wirtschaftsforum: Wie wichtig ist die Mitarbeiterführung in Ihrem Hotel?

Konstantin Zeuke: Mitarbeiterführung ist der Schlüssel zum Erfolg. Ein motiviertes, engagiertes und gut ausgebildetes Team ist entscheidend, um die hohe Qualität unseres Services zu gewährleisten. Wir legen großen Wert auf die Entwicklung unserer Mitarbeiter und fördern eine Kultur, die Innovation und Exzellenz belohnt.

Wirtschaftsforum: Was erwarten Sie für die Zukunft Ihres Hotels und der Region Sankt Moritz?

Konstantin Zeuke: Wir sind optimistisch, was die Zukunft angeht. Sankt Moritz bleibt eine Top-Destination für Luxusreisen. Wir planen weitere Renovierungen und möchten unser Angebot stetig verbessern und erweitern. Die Bindung zu unseren Stammgästen und die Erschließung neuer Märkte stehen dabei im Fokus. Trotz globaler Herausforderungen sehen wir eine stabile Nachfrage und freuen uns darauf, unsere Gäste weiterhin auf höchstem Niveau zu verwöhnen.

Grand Hotel des Bains St. Moritz AG
Via Mezdi 33
7500 St. Moritz
Switzerland
Tel.: +41 81 838 3838
Fax +41 81 838 3000
info.stmoritz(at)kempinski.com
www.kempinski.com/en/stmoritz

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Regeneration als Wettbewerbsvorteil: Innovative Entspannungstechnologien für Unternehmen und Privaträume

Regeneration als Wettbewerbsvorteil: Innovative Entspannungstechnologien für Unternehmen und Privaträume

Leistungsdruck und enge Zeitpläne prägen den Alltag von Führungskräften und Unternehmern im Jahr 2026. Physische sowie mentale Erholungsphasen rücken daher zunehmend in den Fokus strategischer Gesundheitskonzepte. Dabei reicht der traditionelle…

Fakuma 2026: Kunststoffindustrie trifft sich zum 30. Mal am Bodensee

Fakuma 2026: Kunststoffindustrie trifft sich zum 30. Mal am Bodensee

Kreislaufwirtschaft, volatile Rohstoffmärkte, Kostendruck und die Suche nach effizienteren Produktionsverfahren beschäftigen die Kunststoffindustrie. Vom 12. bis 16. Oktober 2026 bringt die Fakuma in Friedrichshafen Hersteller, Verarbeiter, Zulieferer und Technologieanbieter zusammen.…

Berufsbekleidung: Warum der günstigste Stückpreis nicht immer wirtschaftlich ist

Berufsbekleidung: Warum der günstigste Stückpreis nicht immer wirtschaftlich ist

Wenn es darum geht, die Kosten für Arbeitskleidung zu vergleichen, kommt es nicht nur auf die Anschaffungskosten an. Der Stückpreis zeigt schließlich nicht, ob eine Arbeitshose bereits nach wenigen Monaten…

Aktuellste Interviews

Technologie mit Haltung

Interview mit Michele Arcaro, Geschäftsführer der DEFINE MEDIA GmbH

Technologie mit Haltung

Die digitale Werbewelt verändert sich rasant. Datenschutz, künstliche Intelligenz und der Abschied von klassischen Tracking-Methoden stellen Unternehmen ebenso wie Medienhäuser vor neue Herausforderungen. Gefragt sind Lösungen, die wirksame Werbung ermöglichen…

Fördertechnik ohne Grenzen

Interview mit Stefano Ferrari, Global Sales Manager der Trasmec s.r.l.

Fördertechnik ohne Grenzen

Wer eine Holzwerkstoffplatte kauft, denkt kaum an die Fördertechnik, die den Holzstaub zur Presse transportiert. Die Trasmec s.r.l. aus Casalbuttano in der Provinz Cremona ist auf genau diese unsichtbaren Prozesse…

Die Kunst der Gebäudehülle

Interview mit Marcel Vorfeld, Geschäftsführer Heidersberger Fassadenbau GmbH

Die Kunst der Gebäudehülle

Gebäudehüllen müssen heute weit mehr leisten als Witterungsschutz. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und anspruchsvolle Architektur stellen den Fassadenbau vor immer neue Herausforderungen. Die Heidersberger Fassadenbau GmbH entwickelt und realisiert hochwertige Aluminium-Glas-Fassaden für…

TOP