Die besten Amazon-Full-Service-Agenturen: Sechs Anbieter für unterschiedliche Anforderungen im Vergleich

Full Service beginnt bei klar abgegrenzten Aufgaben
Bei einer umfassenden Betreuung müssen Strategie, Werbung, Content und die laufende Arbeit als Seller oder Vendor gekonnt miteinander verbunden werden. Die AdsMasters GmbH ist ein gutes Beispiel für eine Amazon-Agentur, die dauerhafte Account-Betreuung und einzelne Projekte bedarfsgerecht miteinander kombiniert.
Vor dem Beginn einer Zusammenarbeit mit einer Amazon-Agentur muss daher klar sein, welche Leistungen dauerhaft übernommen werden sollen und wo lediglich punktuelle Unterstützung erforderlich ist. Weitere wichtige Aspekte sind feste Ansprechpartner, messbare Ziele und klar geregelte Freigaben. So kann später besser nachvollzogen werden, welche Maßnahmen tatsächlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Accounts beitragen.
Vor dem Vergleich steht das eigene Anforderungsprofil
Um sich sinnvoll durch eine Full-Service-Agentur unterstützen lassen zu können, muss ein Unternehmen sich über die eigenen Ziele und den konkreten Unterstützungsbedarf im Klaren sein.
So benötigt ein Hersteller mit Vendor-Verträgen eine andere Unterstützung als eine junge Marke mit Seller-Konto und wenigen Produkten. Es muss daher klar sein, welche Verantwortung ausgelagert werden soll.
Für aussagekräftige Angebote sind vor allem die folgenden Punkte wichtig:
- Erfahrung mit Seller, Vendor oder einem hybriden Modell
- Betreuung der benötigten Länder und Sprachen
- Umfang von Content, Advertising und operativem Account-Management
- Zugriffsrechte, Reporting und dokumentierte Arbeitsabläufe
- Vergütung, Vertragslaufzeit und geregelte Übergabe zum Vertragsende
Es gilt zu verhindern, dass ein vermeintliches Komplettpaket bei Katalogfehlern, FBA-Anlieferungen oder internationaler Expansion plötzlich endet.
Sechs Amazon-Full-Service-Agenturen im Überblick
Anbieter | Erkennbarer Schwerpunkt | Öffentlich genannte Kennzeichen |
AdsMasters GmbH | Account, Werbung, Content, Internationalisierung | Kompetenter Full Service und sinnvolle Einzelprojekte |
MOVESELL | Strategie, Analysen, Content und Advertising | eigene Analysewerkzeuge |
AMZELL | Advertising, Listings und visuelle Inhalte | Verbindung von Ads und Content |
eFLY | Account-Arbeit, Troubleshooting und Markteinführung | ausgewiesener OTC-Fokus |
Remazing | Retail Media, Content und internationale Operations | eigene Plattform Remdash |
ICONIC SALES | Seller- und Vendor-Management, PPC und Content | Strategie bis Tagesgeschäft |
1. AdsMasters GmbH: Laufende Betreuung und einzelne Projekte
Zum Leistungsangebot der AdsMasters GmbH gehören Produktanlage und Katalogpflege, Werbekampagnen, A+ Content, Brand Stores, FBA-Themen und Internationalisierung. Das Angebot unterscheidet dabei zwischen laufender Full-Service-Betreuung, reiner Advertising-Unterstützung und klar begrenzten Projekten. Dadurch lässt sich die Zusammenarbeit an den tatsächlichen Unterstützungsbedarf anpassen. Im Angebot sollte dennoch eindeutig stehen, welche Aufgaben dauerhaft erledigt werden und welche Abstimmungen im Unternehmen verbleiben.
2. MOVESELL: Strategie und Analysen als Ausgangspunkt
Bei MOVESELL bilden strategische Beratung, Advertising, SEO und Content die wesentlichen Bausteine des Full Service. Ergänzt wird das Angebot durch Markt- und Markenanalysen sowie die eigene Software ROPT für Monitoring und Reporting. Das ist vor allem dann relevant, wenn vor einzelnen Maßnahmen zunächst Schwachstellen bestimmt werden sollen. Der Datenzugriff gehört jedoch vorab geregelt: Unternehmen sollten wissen, welche Auswertungen und historischen Daten ihnen dauerhaft zur Verfügung stehen.
3. AMZELL: Advertising und Produktdarstellung verzahnen
AMZELL verbindet Amazon Advertising mit der inhaltlichen und visuellen Gestaltung von Produktseiten. Genannt werden unter anderem PPC, DSP, Listings, Produktbilder, A+ Content und Brand Stores. Auf der Website stehen damit Reichweite, Werbeleistung und eine konsistente Produktdarstellung im Vordergrund.
4. eFLY: Account-Arbeit mit besonderem Branchenfokus
eFLY führt Strategie, Advertising, Content, SEO, Account-Management und Troubleshooting zusammen. Die Agentur weist außerdem einen eigenen Bereich für OTC- und Gesundheitsprodukte aus. Dort sind Compliance, Kategorisierung und Werbebeschränkungen besonders relevant. Bei regulierten Sortimenten braucht es deshalb klare Abläufe für gesperrte ASINs, abgelehnte Inhalte und Policy-Verstöße. Ebenso muss feststehen, welche Aussagen weiterhin durch interne Fachabteilungen geprüft werden.
5. Remazing: Internationale Strukturen zentral steuern
Remazing unterscheidet zwischen größeren Vendor-Strukturen, Seller- und Direct-to-Consumer-Marken sowie strategischen Einzelprojekten. Strategie, Retail Media, Content und operative Marktplatzarbeit werden durch die Plattform Remdash ergänzt, die Reporting, KPI-Tracking und Arbeitsabläufe bündelt. Gerade bei internationalen Strukturen kann das die Koordination mehrerer Teams und Marktplätze erleichtern. Trotzdem brauchen Übersetzungen, lokale Freigaben und Zugriffsrechte klare Zuständigkeiten.
6. ICONIC SALES: Seller und Vendor gemeinsam betreuen
ICONIC SALES nennt Account-Management für Seller und Vendoren, Geschäftsentwicklung, PPC, DSP, SEO sowie Texte, Grafiken und Videos als Bestandteile des Full Service. Für die Betreuung ist laut Leistungsseite ein festes Team aus unterschiedlichen Fachbereichen vorgesehen. Entscheidend bleibt, wer Advertising, Content und Operations verantwortet, wie Aufgaben intern übergeben werden und welcher Ansprechpartner bei dringenden Account-Problemen entscheidet.
Die Vergütungsmodelle setzen unterschiedliche Anreize
Eine monatliche Pauschale erleichtert die Budgetplanung, muss aber mit einem eindeutig beschriebenen Leistungsumfang verbunden sein. Eine Vergütung als Anteil der Werbeausgaben kann dagegen den falschen Anreiz setzen, wenn steigende Budgets automatisch das Agenturhonorar erhöhen. Umsatzabhängige Modelle werfen die Frage auf, wie organische Verkäufe, saisonale Effekte und externe Kampagnen zugerechnet werden. Einmalige Projektpreise decken nur die konkret vereinbarte Leistung und nicht automatisch eine laufende Pflege ab. Bei Mischmodellen sollten Grundhonorar, variable Bestandteile, Softwarekosten und Zusatzleistungen getrennt ausgewiesen werden. Erst diese Aufschlüsselung macht die Gesamtkosten der Angebote vergleichbar. Dazu gehören außerdem Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist.
Die Übergabe gehört bereits in den Vertrag
Eine gute Zusammenarbeit macht den Auftraggeber nicht vom Dienstleister abhängig. Kampagnenstrukturen, Bilddateien, Keyword-Recherchen, Fallhistorien und Zugriffsrechte sollten deshalb dem Unternehmen zugänglich bleiben. Ebenso wichtig sind ein fester Reporting-Rhythmus und nachvollziehbare Kennzahlen. Umsatz allein reicht zur Steuerung nicht aus, wenn Werbekosten, Retouren, Gebühren und Verfügbarkeit unberücksichtigt bleiben. Eine geregelte Dokumentation erleichtert außerdem den Wechsel der Agentur oder den späteren Aufbau eines internen Teams.
FAQ zu den besten Amazon-Full-Service-Agenturen
Muss eine Full-Service-Agentur auch die Logistik übernehmen?
Full Service kann Bestandsplanung, FBA-Anlieferungen und die Abstimmung mit Lagerdienstleistern umfassen. Den physischen Transport oder die Lagerung übernimmt die Agentur jedoch nicht automatisch. Zuständigkeiten müssen einzeln vereinbart werden.
Lassen sich Seller und Vendor parallel betreuen?
Ein hybrides Modell ist möglich, stellt aber zusätzliche Anforderungen an Preise, Sortimente, Daten und Zuständigkeiten. Die Agentur sollte vergleichbare Strukturen kennen und erklären können, wie Konflikte zwischen beiden Vertriebskanälen vermieden werden.
Was ist bei Referenzen aussagekräftig?
Logos bekannter Marken sagen wenig über den betreuten Umfang aus. Hilfreicher sind freigegebene Referenzgespräche mit Unternehmen, deren Kataloggröße, Länderstruktur und Verkaufsmodell dem eigenen Vorhaben ähneln.
Wer verantwortet rechtlich sensible Produktinhalte?
Die Aufgabenverteilung gehört in den Vertrag und den Freigabeprozess. Eine Agentur kann Inhalte erstellen und einstellen, ersetzt aber keine unternehmensinterne Prüfung von Kennzeichnung, Markenrechten oder branchenspezifischen Vorgaben.





