Das Ziel: Einstecken. Laden. Weiterfahren.
Interview mit Tom Rowlands, Managing Director of Global EV Solutions der Corpay, Inc.
Als Plugsurfing vor etwas mehr als zehn Jahren an den Start ging, lag das Herzstück des Unternehmens noch in einer App, die Fahrern von E-Autos den Weg durch den Flickenteppich an Ladesäulen bahnen sollte. „Diese Zielsetzung macht bis heute den Kern unserer Mission aus“, erläutert Tom Rowlands, der als Managing Director of Global EV Solutions von Corpay heute das Tagesgeschäft von Plugsurfing verantwortet. „Geändert hat sich mit der Übernahme von Plugsurfing durch Corpay vielmehr der Verbreitungskanal unserer Lösung und Tech-Stacks: Denn im Kontakt mit den Endkunden hat ein OEM beim Verkauf des Fahrzeugs einfach das viel nachhaltigere Right to Win als ein eMobility-Service-Provider. Darum konzentrieren wir uns heute primär auf unsere Service- und Infrastruktur-Layer, über die unsere B2B-Partner Zugriff auf unseren Tech-Stack erhalten. Auf diesem Weg wollen wir ihren Fahrern eine möglichst nahtlose Erfahrung bieten – je nach dem technologischen und Service-Reifegrad als Bundle mit den proprietären Lösungen der jeweiligen OEMs oder als White-Label-App.“
Die zentralen Herausforderungen bei der Erschließung des weiteren Wachstumspotenzials sind dabei vielfach nicht in erster Linie technologischer Natur: „Selbst komplexere Systeme wie Vehicle to Grid funktionieren bereits zuverlässig und können den Endverbrauchern schon heute einen nachhaltigen Nutzengewinn bieten“, analysiert Tom Rowlands. „Doch jenseits von Tesla bleibt die Ladeinfrastruktur stark fragmentiert: Die Branche ist sich weiterhin uneins, ob Autocharge oder Plug and Charge zur dominierenden Technologie werden wird, die regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich in Europa von Land zu Land – auch wenn nächstes Jahr wichtige Vereinfachungen bei der Umsatzsteuerveranlagung greifen werden – und nicht zuletzt besteht in vielen südeuropäischen Ländern im Vergleich zu Vorreitern wie den Niederlanden weiterhin großer Nachholbedarf beim Ausbau der physischen Ladeinfrastruktur“, beschreibt Tom Rowlands die zentralen externen Faktoren.
Am Ende soll die Benutzererfahrung der Fahrer so nahtlos werden wie heute an den Zapfsäulen: „Der Ladevorgang samt Abrechnung muss idealerweise komplett automatisch im Hintergrund laufen – deshalb sind eine umfassende Interoperabilität und Roaming zwischen den Ladesäulenbetreibern so wichtig. Denn niemand will sich mit mehreren Dutzend Apps herumschlagen müssen“, blickt Tom Rowlands in die Zukunft. Durch seine starke Schnittstellenfunktion will sich Plugsurfing als Teil von Corpay auch für die weitere Harmonisierung in der Branche einsetzen: „So können wir Flottenbetreiber und private Endverbraucher wirklich nachhaltig unterstützen.“
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