Darum sind Auktionen auch im digitalen Zeitalter bedeutend

So können etwa bei Industrieversteigerungen hochwertige Maschinen aus insolventen Unternehmen günstig erworben werden. Durchgeführt werden Versteigerungen von zugelassenen Auktionatoren, die über ein umfassendes Fachwissen verfügen müssen. Der folgende Artikel erklärt, in welchen Bereichen Auktionen heute von besonderer Bedeutung sind.

Diese Güter werden bei Auktionen gehandelt

Mit der Gründung von Ebay erfuhren Online-Aktionen einen enormen Aufschwung. Auf dieser Plattform kann jeder überall und jederzeit einen Gegenstand versteigern oder für ein Produkt bieten. Durch den Erfolg von Ebay erkannten auch andere Unternehmen den Vorteil von Online-Auktionen. Mit dieser Art der Abwicklung finden Verkäufer mehr potenzielle Käufer. Zugleich haben Interessierte eine größere Auswahl an zu ersteigernden Produkten. Da Online-Auktionen an keinen Ort gebunden sind, können Versteigerungsobjekte problemlos international angeboten werden. Doch Auktionen wurden durch die Digitalisierung nicht nur ortsunabhängig, sondern finden heute in immer mehr Branchen Anwendung. So ist es bereits alltäglich geworden, die Auktion von PKWs online abzuwickeln. Doch es geht keineswegs mehr nur um Versteigerungen an die Konsumenten. Immer öfter werden bei Auktionen Objekte zwischen Unternehmen gehandelt. Im Zuge von Industrieversteigerungen können Maschinen für die Produktion und Bearbeitung sowie Industrieroboter ersteigert werden. Zu den am häufigsten versteigerten Objekten im B2B-Bereich zählen Maschinen für die Metall- und Holzindustrie sowie für die Bautechnik.

So läuft eine Online-Auktion ab

Online-Auktionen werden über verschiedene Biet-Portale abgegeben. Auf einer solchen Plattform finden Interessierte dieselben Informationen, wie sie bei analogen Auktionen zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählen Datum, Uhrzeit und Startpreis. Auch bereits abgegebene Gebote können einsehbar sein. Außerdem stellen Biet-Portale einen Online-Auktionskatalog bereit. Darin finden sich alle Versteigerungsobjekte, dazugehörige Bilder und genauere Informationen.

Die Ausbildung zum Auktionator

Ein Auktionator muss über detailreiches Hintergrundwissen zu den Auktionsobjekten verfügen. Nur so kann er oder sie die Gegenstände auf ihre Echtheit überprüfen und für die Interessenten in einen historischen Kontext einordnen. In Deutschland ist der Auktionator kein geschützter Beruf. Daher gibt es verschiedene Ausbildungs-Kurse, sowohl von Fachverbänden als auch von privaten Anbietern. Ebenso unterschiedlich wie die Kursinhalte ist die Dauer. Je nach Anbieter dauert die Ausbildung zum Auktionator zwischen einer Woche bis zu einigen Monaten. Nach abgeschlossener Ausbildung ist eine behördliche Zulassung als Auktionator zu beantragen. Hierfür müssen lediglich ein Antrag ausgefüllt und Unterlagen eingereicht werden. Sobald die zuständige Behörde die Zulassung erteilt, kann der Beruf ausgeübt werden.

Der Bundesverband der deutschen Auktionatoren

In Deutschland gibt es den Bundesverband der Auktionatoren, in dem die Mitglieder zusammenarbeiten und sich gegenseitig fördern. Dies stärkt den fachlichen Austausch innerhalb der Branche. Aber auch nach außen hin profitieren Auktionatoren von dem Zusammenschluss im Bundesverband. Denn gemeinsam lassen sich berufliche Positionen leichter vertreten. Außerdem verspricht der Verband eine Stärkung der Auktionatoren gegenüber dem Wettbewerb und der Politik. Sowohl der Austausch innerhalb der Berufsgruppe als auch die gemeinsame Repräsentation nach außen erleichtern Auktionatoren die Anpassung an neue Chancen und Herausforderungen, etwa die Digitalisierung.

Darum bleiben Auktionatoren auch in Zukunft wichtig

Die Anzahl der Online-Biet-Plattformen wird auch in Zukunft weiter steigen. Immer häufiger werden Objekte online an Konsumenten versteigert. Zudem gibt es heute auch im B2B-Bereich Online-Auktionen. Je mehr Auktionen stattfinden, desto mehr fachkundige Auktionatoren werden benötigt. Diese verfügen neben einer Zulassung auch über Fachwissen zu den zu veräußernden Objekten. Gefragt sind vor allem Auktionatoren, die ihre Tätigkeit schon lange ausüben und dementsprechend auch ihre Fachkenntnisse erweitern konnten. Aus diesem Grund sollten angehende Auktionatoren sich für eine Branche entscheiden, in der sie gewisse Grundkenntnisse haben. Dies können zum Beispiel Arbeitserfahrungen in der Metallbranche oder Holzarbeiten in der Freizeit sein.

Fazit

Auktionen gehen mit der Zeit und finden schon längst nicht mehr zwingend vor Ort statt. Neben Online-Auktionen im B2C-Bereich gibt es zunehmend mehr B2B-Auktionen. Beispielsweise können Industriebetriebe die Fertigungsmaschinen anderer Betriebe ersteigern. Voraussetzung für eine rechtsgültige Auktion ist die Zulassung des Auktionators. Die Ausbildung zum Auktionator unterliegt keinen standardisierten Kriterien. Denn neben der Zulassung ist vor allem Fachwissen über die Auktionsobjekte entscheidend. Nur so können Auktionatoren wichtige Informationen im Online-Auktionskatalog bereitstellen.

Quelle: Surplex GmbH

 

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