Neues Twin Datacenter ist TÜV-geprüft

Neues Twin Datacenter ist TÜV-geprüft

Norderstedt, 30. Juli 2014. Als deutschlandweit zweites Rechenzentrum zeichnete der TÜViT das Twin Datacenter in Hamburg und Norderstedt mit dem Level 4-Sicherheitszertifikat aus. Geprüft wurde die komplette Infrastruktur mit u. a. Brand- und Einbruchsschutz, Energie- und Notstromversorgung sowie Wartungs- und Funktionsprozessen. Die Stadtwerke Norderstedt und die akquinet AG haben die modernen Rechenzentren zwischen 2011 und 2013 erbaut. Beide betreibt akquinet als Integrationsbetriebe.

Anlässlich der Vergabe des TÜViT-Zertifikats hatten die Stadtwerke Norderstedt und akquinet zum Gespräch eingeladen. Jens Seedorff, Werkleiter der Stadtwerke Norderstedt, sagte zu Beginn: „Effizienz ist für uns neben der Erschließung erneuerbarer Energiequellen der Schlüssel zur aktiven Mitgestaltung der Energiewende auf kommunaler Ebene. Mit dem neuen Twin Datacenter setzen wir diesen Leitgedanken gemeinsam mit akquinet in die Tat um.“

Neue Dimension von Rechenzentrums-Dienstleistungen

Die neuen Rechenzentren wurden nun einzeln mit dem Zertifikat TÜViT Level 3 Extended und gemeinsam als Twin Data Center mit gegenseitigem Backup-System sogar mit Level 4, dem höchstmöglichen Zertifizierungslevel des TÜViT, ausgezeichnet. Antonius Sommer, Geschäftsführer der TÜV Informationstechnik GmbH, überreichte die Zertifikate an Jens Seedorff und Dirk Aagaard, Vorstandsmitglied der akquinet AG. Der TÜV prüfte hierfür u. a. bauliche Gegebenheiten wie eigene Brandabschnitte, Sicherheitssysteme wie Zugangskontrollanlagen und Einbruchschutz oder die Energieversorgung inklusive einer Notstromversorgung der IT und der Sicherheitssysteme. Ebenfalls geprüft wurden Prozesse wie u. a. regelmäßige Funktionstests und Wartungsabläufe. Dirk Aagaard sagte zur Bedeutung des Zertifikats: „Wir stoßen damit in eine für uns neue Dimension von Rechenzentrums-Dienstleistungen vor. Die Kunden erhalten ein Maximum an Sicherheit und Effizienz, wie es kaum ein Rechenzentrum leisten kann.“

Dataport will auf steigenden Bedarf sinnvoll reagieren

Größter Nutzer der Kapazitäten des Twin Datacenter ist Dataport AöR, der IT-Dienstleister für die öffentliche Verwaltung der Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Sachsen-Anhalt sowie für die Steuerverwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen und die Kommunen in Schleswig-Holstein. In den vergangenen Jahren hatte Dataport seine heterogene Rechenzentrumsinfrastruktur vereinheitlicht und modernisiert. „Dataport verarbeitet Daten für die öffentlichen Verwaltungen von sechs Trägerländern und Kommunen, darunter sensible Daten wie zum Beispiel Meldedaten. Entsprechend hoch sind unsere Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz. Die TÜV-Zertifizierung ergänzt das vor kurzem erhaltene Zertifikat nach BSI-Grundschutz, das, einzigartig in der Tiefe auch Infrastrukturen und Rechenzentrumsdienste umfasst. Beide Zertifikate, die Zertifizierung nach dem nationalen Standard für IT-Sicherheit und das TÜV-Zertifikat, bestätigen uns ein Maximum an Sicherheit und Vertraulichkeit der Daten in unseren neuen RZ-Infrastrukturen", sagte Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender Dataport, zur Nutzung des Twin Datacenter.

Für die Rechenzentren erhielt Dataport erst im Mai auch das Zertifikat nach BSI-Grundschutz, dem vom IT-Planungsrat vorgegebenen Sicherheitsstandard des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Bundesweit einzigartig ist die Tiefe der Zertifizierung: Sie umfasst neben der Gebäudeinfrastruktur auch Netze, Rechenzentrumsdienste und Dienste für den Betrieb von Kundenverfahren.

Twin Datacenter nutzen Energie nachweislich effizient

Rechenzentren sind äußerst energie- und kostenintensiv: Weltweit fallen für ihren Betrieb rund zwei Prozent des gesamten Energieverbrauchs an. Zur Bewertung der Effizienz der in Rechenzentren eingesetzten Energie dient der PUE-Wert (Power Usage Effectiveness). Das neue Twin Datacenter mit einer Auslastung von derzeit rund 80 Prozent weist derzeit einen PUE-Wert von 1,4 auf. Der kalkulierte Zielwert bei Volllast liegt bei 1,29. Veraltete Rechenzentren können dagegen einen PUE-Wert von 3 aufweisen. Die Datacenter führt akquinet als Integrationsbetriebe, beschäftigt dort mindestens 40 Prozent Mitarbeiter mit Behinderung.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Eurozone und Staatsschulden: Warum Deutschland anders investieren könnte

Eurozone und Staatsschulden: Warum Deutschland anders investieren könnte

Frankreichs Schuldenprobleme werfen eine grundsätzliche Frage auf: Sollte Deutschland seine vergleichsweise hohe Kreditwürdigkeit ausschließlich zur Begrenzung der Staatsverschuldung nutzen? Ein ungewöhnlicher Vorschlag sieht vor, mit zusätzlichen Krediten produktive Vermögenswerte im…

Japans Zinswende: Warum steigende Zinsen die Weltbörsen belasten könnten

Japans Zinswende: Warum steigende Zinsen die Weltbörsen belasten könnten

Japan hebt seinen Leitzins auf den höchsten Stand seit 31 Jahren. Was zunächst wie eine nationale geldpolitische Entscheidung aussieht, könnte internationale Folgen haben. Denn über Jahrzehnte haben Investoren günstige Yen-Kredite…

Mentale Gesundheit für Executives: Die unsichtbare Krise erkennen

Mentale Gesundheit für Executives: Die unsichtbare Krise erkennen

Sie treffen Entscheidungen, die das Leben vieler Menschen berühren. Sie tragen Druck, den andere kaum sehen. Über das, was dieser Druck mit ihnen macht, sprechen sie selten. Bei Führungskräften zeigt…

Aktuellste Interviews

Software für den Praxisalltag

Interview mit Fabian Gundlach, Geschäftsführer der ergosoft GmbH

Software für den Praxisalltag

Aus einer Abrechnungssoftware für Psychotherapeuten ist bei ergosoft über drei Jahrzehnte eine umfassende Lösung für den Praxisalltag entstanden. Geschäftsführer Fabian Gundlach setzt auf Spezialisierung, engen Kundenkontakt und neue Technologien wie…

Schnell reagieren können

Interview mit Steven Herpichböhm, CTO der Gramß GmbH Kunststoffverarbeitung

Schnell reagieren können

Wie wird aus einem kleinen Familienbetrieb ein hochmoderner Kunststoffspezialist mit 150 Maschinen? Steven ­Herpichböhm, CTO der Gramß GmbH in Spechtsbrunn bei Sonneberg, kennt die Antwort. Im Interview spricht er über…

„Die ESA sagte uns, was wir machen, sei unmöglich!“

Interview mit Tom Segert, Mitgründer und CEO der Berlin Space Technologies GmbH

„Die ESA sagte uns, was wir machen, sei unmöglich!“

Kaum ein Unternehmen dürfte derart komplex zu gründen und zu skalieren sein wie ein Satellitenhersteller: Tom Segert und seine Partner haben es dennoch getan – mit beachtlichen Erfolgen, die sich…

TOP