Anwendung von RoHS und REACH bei Etiketten und Kennzeichnung

Was bedeutet RoHS-Konformität?

RoHS steht für „Restriction of the use of certain hazardous substances“ – Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe. RoHS-konforme Etikettenmaterialien dürfen verschiedene Stoffe nicht enthalten, die in der Liste der ECHA (European Chemical Agency) definiert sind. Darunter sind Schwermetalle, Flammhemmer und Weichmacher wie Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom, einige Phthalate und andere mehr. Die Liste an schädlichen Substanzen wird regelmäßig aktualisiert. Die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU schützt die Gesundheit von Menschen und Tieren, sowie die Umwelt.

Wen betrifft die RoHS-Richtlinie?

Die RoHS betrifft jedes Unternehmen, das Elektro- und Elektronikgeräte (EEG), zu denen Kabel und Ersatzteile gehören, in Länder verkauft, die unter die RoHS-Richtlinie fallen. Glühlampen oder Grafikkarten zählen ebenfalls zu den Elektro- und Elektronikgeräten, da sie eine eigene Funktion erfüllen und separat an Endnutzer verkauft werden. Auch die Distributoren, Integratoren und Wiederverkäufer, die Waren in diese Länder liefern, sind betroffen, wenn die Waren eine der verbotenen Substanzen der aktuellen Liste enthalten. Es spielt keine Rolle, ob ein EEG an einen privaten Endverbraucher oder im B2B-Geschäft an ein Unternehmen verkauft wird. RoHS-Produkte fallen in den CE-Kennzeichnungsprozess, dazu gehört die Pflicht zur Ausstellung einer EU-Konformitätserklärung, mit der ausdrücklich die Übereinstimmung des Produkts mit der RoHS 2-Richtlinie bestätigt wird. Gemäß den EU-Vorschriften wird die RoHS-Konformität durch ein CE-Kennzeichen bestätigt, sodass das Anbringen eines zusätzlichen Symbols nicht erforderlich ist.

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