Executive Search: Die richtige Besetzung entscheidet
Interview mit Arne Adrian, Geschäftsführer der Pawlik Executive Search Consultants GmbH
Die PAWLIK Executive Search Consultants GmbH hat sich vor rund zweieinhalb Jahren als eigenständige Einheit innerhalb der Gruppe neu aufgestellt und fokussiert sich seither auf Executive Search auf C-Level sowie bis zu zwei Ebenen darunter – statt wie zuvor auf Positionen vom Teamleiter bis zum CEO. Als eine von fünf Business Units und zweitgrößter Bereich ist sie Teil eines umfassenden HR-Portfolios. Mit rund 30 Mitarbeitenden und etwa 5 Millionen EUR Umsatz agiert das Unternehmen als spezialisierter Player. „Der Markt hat sich nach der Pandemie neu sortiert und bleibt volatil“, sagt Arne Adrian. Nach einer dynamischen Phase und einem schwächeren Jahr 2025 liegt das Geschäft 2026 leicht über dem Vorjahr. Während das Top-Level stabil bleibt, gerät das mittlere Segment zunehmend unter Druck – auch durch KI in kaufmännischen Bereichen. Treiber sind Transformation, steigende Anforderungen an KI-Kompetenz und Resilienz, neue Rollen wie Chief AI Officer sowie der demografisch bedingte Nachfolgebedarf auf C-Level. Rund 80% der Projekte entfallen auf die DACH-Region, etwa 20% sind international, mit Schwerpunkten in Benelux, Frankreich und punktuell den USA – getrieben durch international ausgerichtete Kunden und Private Equity-Investoren.
Executive Search im Wandel
Im Zentrum steht der Mensch: Neben Hard Skills entscheiden Werte, Führungsstil und kulturelle Passung über den Erfolg. Der Ansatz umfasst die Analyse von Rolle, Unternehmenssituation und Transformation sowie strukturierte Prozesse, psychometrische Verfahren und Eins-zu-eins-Assessments; Suchprozesse dauern im Schnitt rund drei Monate und können durch Interim Management ergänzt werden. „Entscheidend ist die Passung, fachlich wie kulturell“, betont Arne Adrian. Die Begleitung reicht von Auswahl und Vertragsverhandlungen bis zu Onboarding und Coaching und macht PAWLIK insbesondere für mittelständische, familien- und inhabergeführte Unternehmen zum strategischen Partner – oft in direkter Zusammenarbeit mit Entscheidern. KI wird, unterstützt durch neue Softwaresysteme, gezielt eingesetzt, um Prozesse schneller und transparenter zu gestalten. Intern prägen eine familiäre Kultur im Sinne des Gründers Joachim Pawlik, hohe Professionalität, moderne Technologien sowie Entwicklungsmöglichkeiten – auch fachfremd – und flexible Wege zwischen Business Units die Arbeit; viele Mitarbeitende werden langfristig aufgebaut. Für 2026 stehen die weitere Professionalisierung von KI und der Ausbau internationaler Aktivitäten im Fokus – mit dem Ziel, bei Nachfolgeplanung und kultureller Passung als erste Adresse wahrgenommen zu werden.






