Zwischen KI-Boom und Realität: Scott Galloways treffsichere Prognosen für 2026

Scott Galloway steigt direkt ein – mit einer These, die den aktuellen KI-Boom relativiert: Die Rechenzentrumsblase platzt. Der Ausbau der Infrastruktur gehe vielerorts schneller voran als die tatsächliche Nutzung. Gleichzeitig zeigt sich ein überraschendes Stimmungsbild: Weniger als 10 % der jungen Menschen blicken optimistisch auf KI. Für Scott Galloway ist das ein deutlicher Kontrast zu den massiven Investitionen der Unternehmen. Trotzdem bleibt er in einem Punkt klar: KI wird mehr Jobs schaffen als vernichten – allerdings andere als die heutigen.
Auch bei den großen Tech-Konzernen sieht Scott Galloway Bewegung. Das Duopol aus Nvidia und OpenAI gerät unter Druck. Neue Wettbewerber und veränderte Rahmenbedingungen könnten die Kräfteverhältnisse verschieben. Als überraschenden Favoriten nennt Scott Galloway Amazon. Entscheidend sind für ihn nicht die bekannten Geschäftsbereiche, sondern Zukunftsfelder wie Industrierobotik und autonomes Fahren.
Dann wechselt Scott Galloway die Perspektive und schaut auf neue Märkte. Der Weltraum wird aus seiner Sicht zum nächsten großen Thema, getrieben von Unternehmen wie SpaceX. Gleichzeitig nennt er eine Investmentchance, die vielen verschlossen bleibt: TikTok US.
Auch die Medienbranche steht vor Veränderungen. Kurzformate und der Einsatz von KI setzen Hollywood zunehmend unter Druck. Inhalte werden schneller produziert, schneller konsumiert – und entstehen immer häufiger außerhalb klassischer Studios.
Neben Tech richtet Scott Galloway den Blick auch auf klassische Märkte. Seine Prognose: Immobilienbooms in London, Mailand und Genua. Internationale Investoren könnten diese Städte verstärkt ins Visier nehmen.
Beim Thema Bildung wird Scott Galloway deutlich: Das Narrativ vom „Ende des Colleges“ ist für ihn nicht haltbar. Hochschulbildung bleibt ein zentraler Erfolgsfaktor. Gleichzeitig beobachtet er eine gesellschaftliche Verschiebung: Beziehungen zu KI-Systemen nehmen zu und rücken stärker in den Alltag. Scott Galloway sieht das kritisch und formuliert es bewusst einfach: Menschen müssen rausgehen, andere treffen und echte Beziehungen führen. Seine zugespitzte Aussage, dass Männer nur in Beziehungen wirklich funktionieren, sorgt dabei für zusätzliche Aufmerksamkeit.
Scott Galloways „Predictions 2026“ sind damit keine klassische Trendliste, sondern eine Reihe klarer, oft pointierter Beobachtungen. Nach einem Jahr mit bemerkenswert treffsicheren Prognosen lohnt es sich, diese Thesen ernst zu nehmen – gerade, weil Scott Galloway auf der OMR nicht den nächsten Hype liefert, sondern vor allem eines: klare Ansagen.








