Ökologie und Design im Einklang

Interview mit Christian Huf, Geschäftsführender Gesellschafter der HUF HAUS GmbH & Co. KG

Wirtschaftsforum: Herr Huf, von wann bis wann entlang des Bauprozesses begleiten Sie Ihre Kunden?

Christian Huf: Wir decken in unserer Unternehmensgruppe den kompletten Planungs- und Bauprozess ab. Von der Skizze bis zur Übergabe des Objektes bekommen unsere Kunden alles aus der berühmten einen Hand, obwohl wir individuell für sie bauen. Wir können alle Gewerke abdecken.

Wirtschaftsforum: Wodurch zeichnen sich Ihre Objekte aus?

Christian Huf: Unsere Gebäude haben einen hohen Wiedererkennungswert. Unsere Designsprache ist unser Aushängeschild. Unsere Bauweise ist offen, mit viel Licht und Glas, unter dem Motto ‘Wohnen im Einklang mit der Natur’.

Wirtschaftsforum: Bitte geben Sie uns doch einige Referenzbeispiele?

Christian Huf: Im Grunde ist jedes unserer Projekte eine Referenz. Jedes Haus ist maßgeschneidert – wir nennen unsere Häuser deshalb auch unsere dritte Haut. Mit unserer Designsprache ist jedes Haus so individuell, wie der Kunde es wünscht. Jedes Haus hat seine Reize. Wir sind auch in der Lage, außergewöhnliche Wünsche zu realisieren, zum Beispiel eine integrierte Rutsche im Haus oder eine Bowling Bahn. Wir haben stets an uns selbst den Anspruch, innovativ zu sein und zu bleiben.

Wirtschaftsforum: Sie setzen schon lange auf ‘Wohnen im Einklang mit der Natur’. Beschert Ihnen die allgemeine Diskussion um mehr Nachhaltigkeit eine zusätzliche Nachfrage?

Christian Huf: Tatsächlich werden die Leute sensibler und legen mehr Wert auf Nachhaltigkeit, zum Beispiel auf nachhaltige Materialien. Wir haben schon vor Jahren damit begonnen, unsere Produkte dahingehend weiterzuentwickeln, noch bevor Nachhaltigkeit zum Trendthema wurde. Wir bauen fast 20 Jahre Wärmepumpen ein und beraten unsere Kunden dazu intensiv. Tatsächlich ist die Wärmepumpe eine hervorragende Lösung, allerdings können nur die Hälfte aller Heizungsbauer in Deutschland Wärmepumpen installieren.

Wirtschaftsforum: Wie digital und wie smart müssen die Objekte heutzutage sein?

Christian Huf: Digitalisierung ist ein großes Wort. Vor zehn Jahren wollten die Leute einfach ein warmes Haus. Heute fragen sie: wo kommt die Energie her und was kostet sie. Die Digitalisierung ist hier ein wichtiges Tool. Sie macht das Thema live erlebbar und verstehbar. Die Bauakten in Deutschland werden immer dicker. Wir möchten es unseren Kunden so einfach wie möglich machen. Deshalb arbeiten wir mit digitalen 3D-Modellen, bis hin zu 3-D-Videos und einer digitalen Bauakte. Die Kunden können also ihr Haus in 3-D digital erleben.

Wirtschaftsforum: Sie repräsentieren die vierte Familiengeneration. Wie ist es gelungen, so viele Jahrzehnte erfolgreich am Markt zu bestehen?

Christian Huf: Unsere Familie hatte und hat ein gutes Gespür für die Märkte, für unser Produkt und vor allem auch für unsere Mitarbeiter. Das ist eine gute Kombination. Ich selbst bin sozusagen auf dem Firmengelände groß geworden. Wir alle identifizieren uns mit unserem Unternehmen. Wir leben es und es prägt uns. So entsteht echte Leidenschaft, für das was wir tun. Unser Unternehmen ist unsere Lebensaufgabe. Wir halten an unseren Werten, an unseren Mitarbeitern und an unseren Produkten immer fest, auch in schwierigen Zeiten. In Zeiten wie diesen ist unsere breite und internationale Aufstellung ein wichtiger Vorteil.

Wirtschaftsforum: Was haben Sie sich für die zweite Jahreshälfte 2023 vorgenommen?

Christian Huf: Das Marktumfeld in Deutschland ist eine Herausforderung. Aber wir lassen uns nicht von unserem Weg abbringen. Wir werden weiter investieren, unser komplettes Portfolio bearbeiten und unsere Zielgruppe ausbauen. Wir werden optimieren, wo es möglich ist und nicht stehenbleiben.

Wirtschaftsforum: Welches Ziel haben Sie für HUF HAUS langfristig?

Christian Huf: Ich möchte die Firma erfolgreich in die fünfte Generation überführen. Wir denken in Generationen, nicht in Quartalsabschlüssen. Daran messen wir unseren Erfolg. Die nächste Generation ist unsere DNA. Wir möchten als individueller moderner Fachwerkhausbauer die Nummer eins bleiben. Ende 2024 werden wir insgesamt fünf Millionen EUR in den letzten 5 Jahren in unsere Produktion investiert haben, um den Weg für eine erfolgreiche Zukunft freizumachen.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Verantwortung als Antrieb – Lösungen für Fördertechnik

Interview mit Stefan Keil, Mitglied der Geschäftsleitung der LINDIG Fördertechnik GmbH

Verantwortung als Antrieb – Lösungen für Fördertechnik

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, gestörter Lieferketten und wachsender Komplexität zählt für Unternehmen vor allem eines: verlässliche Partner, die Probleme lösen, statt sie weiterzureichen. Gerade der Mittelstand braucht Anbieter mit Entscheidungsfreiheit,…

IT-Silvesterrätsel 2025/26 mit tollen Preisen: Die Cyber Race Challenge

IT-Silvesterrätsel 2025/26 mit tollen Preisen: Die Cyber Race Challenge

Sie hatten über den Jahreswechsel noch keine Gelegenheit dazu? Bis diesen Donnerstag, 15.01.2026, 23:59 Uhr können Sie Ihre Antwort noch einsenden!…

Schaf, Ziege, Pflanze

Interview mit Nichole Duttine, Geschäftsführerin der Leeb Biomilch GmbH

Schaf, Ziege, Pflanze

Seit mehr als 30 Jahren setzt Leeb Biomilch aus Wartberg auf alternative Milchprodukte – lange bevor der Trend im Mainstream ankam. Das oberösterreichische Unternehmen erkannte früh das Potenzial von Schaf-,…

Aktuellste Interviews

Vom Tüftlertraum zur Poolrevolution

Interview mit Dipl.-Ing. Torsten Reuß, Geschäftsführer der TOSSTEC GmbH

Vom Tüftlertraum zur Poolrevolution

Immer mehr Hausbesitzer wünschen sich einen Pool im eigenen Garten – aber bitte ohne Chlorgeruch, rote Augen und dauerhaft hohe Betriebskosten. Naturpools und Schwimmteiche sind hier eine attraktive Alternative. Die…

In der Kälte liegt die Kraft – Ein Macher zwischen Tradition und Moderne

Interview mit Holger Putze, Geschäftsführer über die Kälte- und Klimatechnik Holger Putze GmbH

In der Kälte liegt die Kraft – Ein Macher zwischen Tradition und Moderne

Man muss sich das mal vorstellen: 1995 fangen die in einem ehemaligen Kinderzimmer an. Vier Leute, eine Garage, der pure Wille. Heute, 30 Jahre später, stehen sie da mit 20…

Wenn Gerüche zum Standortfaktor werden

Interview mit Michael Luccisano, Geschäftsführer der Biothys GmbH

Wenn Gerüche zum Standortfaktor werden

Gerüche sind selten plakativ – aber immer präsent. In Industrieparks, Kläranlagen, auf Deponien oder Asphaltwerken entscheiden sie oft über Akzeptanz, Genehmigungen und Investitionsentscheidungen. Die Biothys GmbH aus Willstätt hat genau…

TOP