Creativhotel Luise weltweit als erstes Hotel von Viabono „klimapositiv“ zertifiziert / Klimabilanz mit positivem CO2-Fußabdruck geht über Ziel der Klimaneutralität hinaus

Creativhotel Luise weltweit als erstes Hotel von Viabono „klimapositiv“ zertifiziert / Klimabilanz mit positivem CO2-Fußabdruck geht über Ziel der Klimaneutralität hinaus

Am 16. Juni 2015 wurde das Creativhotel Luise als erstes Hotel mit einem positiven CO2-Fußabdruck (positive Footprint) klimapositiv zertifiziert. Damit nimmt das seit 2010 bereits klimaneutral zertifizierte Erlanger Familienhotel eine Vorreiterrolle in der Hotellerie ein.

„Nach unserem Wissen, sind wir weltweit das erste klimapositiv zertifizierte Hotel. Klimapositiv bedeutet, dass wir mehr CO2 über Klimaschutzprojekte binden, als wir in unserem Hotelbetrieb tatsächlich produzieren. Damit schaffen wir einen positiven Fußabdruck für die Biosphäre“, erklärt Ben Förtsch den Kreislauf, der mit der klimapositiven Zertifizierung dokumentiert wird. Zertifizierer der Klimapositivität ist Viabono, die unabhängige Fachorganisation für Nachhaltigkeitszertifizierungen in Deutschland. Viabono nimmt seit Jahren eine Vorreiterrolle im umweltfreundlichen Tourismus ein und verfügt über eine fundierte Datenbank mit Verbrauchswerten zur Ermittlung von CO2-Emissionen in Übernachtungsbetrieben, die nach der klimafreundlichen Kategorie A bis hin zu klimaschädlichen CO2-Verbräuchen pro Übernachtung der Kategorie F unterschieden werden können. „Das Creativhotel Luise gehört mit seinem CO2-Fußabdruck bereits seit 2010 zur hervorragenden Klimaeffizienzklasse A. Wir gratulieren dem Klima-Hotel Creativhotel Luise zur weltweit ersten uns bekannten klimapositiven Zertifizierung! Das persönliche, unerschöpfliche Engagement der Familie Förtsch und das strikte Umweltmanagement im Hotelbetrieb machen diese Vorreiterrolle im nachhaltigen Tourismus möglich“, freut sich Helge Beißert, Geschäftsführer von Viabono.

Prof. Dr. Michael Braungart gratuliert Ben Förtsch zur Nominierung bei GreenTec Awards

Mit vorbildlichen Nachhaltigkeitsprinzipien wurde das Creativhotel Luise auch bei den GreenTec Awards 2015, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, am 29. Mai unter die drei Finalisten in der Kategorie Reise nominiert. Das Creativhotel Luise hatte die Jury der GreenTec Awards mit dem Projekt „Klimaneutral zertifiziertes Stadthotel und Vorreiter im kreativen Umweltschutz“ überzeugt. „Auf dem großartigen Erfolg mit dem zweiten Platz der GreenTec Awards ruhen wir uns im Creativhotel nicht aus, sondern es geht umgehend weiter. Jetzt sind wir weltweit als erstes klimapositives Hotel zertifiziert worden“, zeigt sich Ben Förtsch stolz.

Vorbild und Inspiration erfährt der junge Hotelier von seiner Familie, den Mitarbeitern und von Prof. Dr. Michael Braungart, dem Entwickler und Vordenker des Cradle to Cradle®-Design-Konzepts und von Öko-Effektivität. Das Konzept beschreibt eine Kreislaufwirtschaft, in der Materialströme in einem geschlossenen Kreislaufsystem zirkulieren und aus deren Wertstoffen immer wieder neue Produkte hergestellt werden können. „Darauf bauen wir auf! Nachhaltigkeit im Hotelbetrieb heißt nicht Verzicht, sondern einen Kreislauf zu schaffen, in dem Menschen, Prozesse, Materialien und Natur aufeinander abgestimmt sind“, erläutert Ben Förtsch das Kreislaufdenken und Handeln im Creativhotel Luise. „Das Creativhotel Luise feiert das Leben und zeigt, wie Zukunft aussehen kann. Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Bekämpfung des Treibhauseffekts“, lobt Prof. Braungart.

Nachhaltigkeit bedeutet eine klare Vision, Umweltschutz und CO2-Kompensation

„Die Kompensation von CO2 ist für uns nur eine Seite der Nachhaltigkeit. Am Anfang steht ein durchgängiges Umweltmanagement, um den Verbrauch an Emissionen und auch die Produktion von Abfällen und Wegwerfartikeln so niedrig wie möglich zu halten“, erklärt Ben Förtsch. Bereits seit 1991 wird das www.hotel-luise.de für seine vorbildlichen Maßnahmen im Umweltschutz ausgezeichnet.

„Wir praktizieren im Hotel unter anderem ein Recycling-Management, indem wir selber direkt recyceln und Wertstoffe einer neuen Verwendung zuführen. Zum Beispiel verwenden wir nur Mehrwegverpackungen, die direkt an den Lieferanten zurückgehen, Kaffeesatz geht an die Hobbygärtner in der Nachbarschaft, Eierkartons, Klorollen oder Pappe gehen als Bastelmaterial an die Kindergärten, ausrangierte Handtücher, Bettwäsche, Kleidung und Möbel gehen an soziale Projekte“, erklärt Ben Förtsch das Weiterverwertungsprinzip im Hotel, das bis in das kleinste Detail mit Aufmerksamkeit verfolgt wird. Dass die Mitarbeiter fest angestellt sind, die Gästezimmer einen Ökopass haben, das Frühstücksbuffet biozertifiziert ist und der Naturgarten ein Biotop inmitten der Stadt beherbergt, gehört zu den Nachhaltigkeitsprinzipien im Hotel.

Klimapositivität in Zahlen im Creativhotel Luise

Mit der jährlichen Zertifizierung über einen CO2-Fußabdruck und dem Ausgleich der verbleibenden CO2-Emissionen von 11,70 Kilogramm CO2 pro Übernachtung über ein Wiederaufforstungsprojekt in Panama können Hotelgäste im Creativhotel Luise klimapositiv übernachten. Der „Klima-Hotels-Wald“ ist nach GOLD Standard, Biodiversity Standard (CCBS) und FSC zertifiziert. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 150 Tonnen CO2 ausgeglichen. Die Kompensation entspricht einer Aufforstungsfläche von 1,0 Hektar (10.000 m2) beziehungsweise einer Menge von 1.100 Bäumen. Mit freiwilligen und zusätzlichen CO2-Kompensationen von 1,26 Tonnen über die Klimaneutralität hinaus zertifiziert Viabono dem Creativhotel Luise einen positiven CO2-Fußabdruck und damit Klima-Positivität.

Über Prof. Dr. Michael Braungart

Prof. Dr. Michael Braungart ist Gründer und wissenschaftlicher Geschäftsführer von EPEA, einem internationalen Umweltforschungs- und Beratungsinstitut mit Hauptsitz in Hamburg. Er ist Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter von McDonough Braungart Design Chemistry (MBDC) in Charlottesville, Virginia (USA), Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts e.V. (HUI) sowie Leiter von Braungart Consulting in Hamburg. Er ist außerdem Professor an der Rotterdam School of Management (Erasmus-Universität), der Leuphana Universität Lüneburg, der Universität Twente in Enschede und der TU Delft.

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