Ein Artikel von Ulrich Buckenlei
3D-Scans waren bisher meist mit spezieller Technik wie Laserscannern oder Tiefensensoren verbunden. Neue KI-Modelle zeigen einen anderen Weg: Eine gewöhnliche Kamera kann während der Aufnahme eine dreidimensionale Karte ihrer Umgebung erzeugen. Damit könnte räumliche Erfassung künftig einfacher und für mehr Anwendungen verfügbar werden.
Die künstliche Intelligenz analysiert fortlaufend die Kamerabilder und berechnet daraus Geometrie, Kameraposition und räumliche Zusammenhänge. Während sich die Kamera bewegt, wächst das digitale Modell der Umgebung in Echtzeit. Interessant ist das für Robotik, Augmented Reality sowie die digitale Dokumentation von Gebäuden, Anlagen und technischen Umgebungen.
Kamerabasiertes 3D-Mapping wird professionelle Laserscanner nicht ersetzen, denn bei Präzision und zuverlässigen Messdaten bleibt Spezialtechnik unverzichtbar. Die neue Technologie könnte jedoch dort neue Möglichkeiten eröffnen, wo Geschwindigkeit, Flexibilität und geringe technische Hürden wichtiger sind als höchste Messgenauigkeit. Damit wird räumliche Digitalisierung für mehr Einsatzbereiche interessant.
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