Funkinfrastruktur für komplexe Gebäudestrukturen

Interview mit Markus Schüll, Geschäftsführer der Mezger SiKom & NTE GmbH

Die Mezger SiKom & NTE GmbH wurde 2012 aus einem bestehenden Geschäftsbereich ausgegründet und als eigenständige GmbH aufgestellt. Seither wächst das Unternehmen kontinuierlich. Heute beschäftigt Mezger SiKom & NTE rund 80 Mitarbeitende sowie ergänzende Nachunternehmer für die Kabelverlegung im bundesweiten Projekteinsatz und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 17 Millionen EUR. Kern des Leistungsspektrums ist der BOS-Gebäudefunk, der Einsatzkräften eine verlässliche Kommunikation innerhalb von Gebäuden ermöglicht. Ergänzt wird dieses Geschäftsfeld durch Mobilfunklösungen für private Netze – eine Kombination, die zu den zentralen Alleinstellungsmerkmalen des Unternehmens zählt. Die Lösungen kommen insbesondere in investorengetriebenen Großimmobilien sowie in sicherheitskritischen Gebäuden zum Einsatz, in denen Einsatzkräfte wie Feuerwehr und Polizei auf eine zuverlässige Kommunikation angewiesen sind. Der Hauptsitz in Schweinfurt sowiedie Standorte Frankfurt, Remshalden (bei Stuttgart) und Leipzig bilden die operative Basis für bundesweite Projekte.

Verlässlichkeit durch Weitsicht

Das Wachstum von Mezger SiKom & NTE ist eng mit vorausschauenden Entscheidungen verbunden. Früh investierte das Unternehmen in Digitalfunk und baute gezielt Expertise sowie Referenzen auf. Zu den Leuchtturmprojekten zählen unter anderem der Taunusturm und der Terminal 3 des Frankfurter Flughafens, das GSI-Forschungsgelände in Darmstadt sowie Klinikprojekte wie die Universitätsklinik Jena und das Klinikum Fulda. Für die gebäudebezogene Mobilfunkversorgung arbeitet Mezger SiKom & NTE eng mit Netzbetreibern wie Vodafone, Telekom und O2 zusammen. Krisen der vergangenen Jahre wirkten dabei eher stabilisierend als bremsend: Während der Coronapandemie profitierten Kunden und Projekte von bereits digitalisierten Prozessen, der Ukrainekrise begegnete das Unternehmen mit strategischer Materialbevorratung. Gleichzeitig erfordern Investitionszurückhaltung und Projektverschiebungen eine zunehmend flexible Planung. Digitalisierung prägt auch den laufenden Betrieb. Sicherheitsrelevante Anlagen werden zunehmend fernüberwacht. „Cybersecurity ist für uns kein Zusatz, sondern fester Bestandteil jeder Systemarchitektur“, betont Markus Schüll.

Künstliche Intelligenz unterstützt unter anderem Dokumentations- und Prüfprozesse. Nachhaltigkeit wird technisch wie organisatorisch gedacht: Anlagen sind so ausgelegt, dass sie künftige Technologien integrieren können, ohne erneut in die Gebäudesubstanz einzugreifen. Ein zentraler Erfolgsfaktor bleibt das Team. Ein strukturiertes Mentorenmodell, flache Hierarchien und Führung auf Augenhöhe sorgen für geringe Fluktuation und hohe Arbeitgeberattraktivität. Für die Zukunft formuliert Markus Schüll eine klare Linie: „Unser Ziel ist ein kontrolliertes, gesundes Wachstum – mit dem weiteren Ausbau des Mobilfunkgeschäfts, dem Aufbau einer regionalen Sicherheitstechnik für Alarm- und Videoüberwachung sowie ausgewählten strategischen Kooperationen zur gezielten Weiterentwicklung des Unternehmens.“

Mezger SiKom & NTE GmbH
Sven-Wingquist-Straße 2
97424 Schweinfurt
Deutschland
Tel.: +49 9721 655555
info(at)mezger-sikom.de
www.mezger-sikom.de​​​​​​​

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