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Ideenmanagement | Erste Schritte

Ideenmanagement | Erste Schritte

Es herrscht Redebedarf in der deutschen Wirtschaft. Dabei geht es nicht um wirtschaftspolitische Weichenstellungen, sondern um Begriffsklärung. Was nach Duden klingt, hat weitreichende Konsequenzen für die Unternehmen hierzulande. Wirtschaftsforum hat sich mit dem Innovationsexperten Dr. Jens-Uwe Meyer dazu ausgetauscht.

Wirtschaftsforum: Herr Dr. Meyer, auf der Website von Innolytics gibt es einen Innovation Wiki, in dem Sie grundlegende Informationen für Unternehmen zusammenstellen. Warum lohnt sich ein Blick auf den Wiki?

Jens-Uwe Meyer: Innovation ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Man fragt sich immer: Was ist Innovation? Was ist ein Innovationsprozess? Wie finde ich Ideen? Wie entwickle ich sie? Diese wirklich grundlegenden Fragen haben wir in unserem Innovation Wiki zusammengetragen. Frei nach dem Motto: Hier finden Sie Antworten auf Fragen zu einem Thema, die sie sich bisher nie zu stellen trauten.

Wirtschaftsforum: Es wird eine Vielzahl an Begriffen vorgestellt. Bei welchen verzeichnen Sie denn die meisten Klicks?

Jens-Uwe Meyer: Die Website gibt es in Deutsch und in Englisch. Auf der deutschen Seite ist ganz klar ´Innovation` vorne, gefolgt von ´Innovationsmanagement` und ´Ideenmanagement`. Unsere Nutzer gehen Schritt für Schritt tiefer. Es ist wirklich ein Bedürfnis da, sich mit grundlegenden Fragen zu beschäftigen, wie zum Beispiel zu ´Innovation`. Wir erleben immer wieder, dass Unternehmen oder Mitarbeiter auf die Seite kommen, weil es einfach innerhalb der Unternehmen dazu entsprechende Diskussionen gibt. Der Techniker versteht etwas anderes darunter, als der Marketingmitarbeiter. Um einfach grundlegend festzustellen, worüber gerade gesprochen wird, kommen die Leute dann auf die Website.

Wirtschaftsforum: Sie treten als Keynote-Speaker vor Entscheidungsträgern und Managern auf. Wie innovationsfreudig sind die Führungsetagen in Deutschland Ihrer Meinung nach 2019?

Jens-Uwe Meyer: Der Wille ist definitiv da. Das höre ich auf allen Veranstaltungen. Womit Führungskräfte bis zum Topmanagement wirklich Schwierigkeiten haben, ist, die Anforderungen von zweierlei Dingen unter einen Hut zu bringen. Auf der einen Seite gibt es das operative Geschäft, das klare Strukturen, Prozesse, Kennzahlen sowie Ziele erfordert. Auf der anderen Seite steht die Innovation. Diese umfasst kreatives Denken, fachübergreifendes Arbeiten und weniger auf Kennzahlen schauen. Das zu vereinen, was in der Wissenschaft Ambidextrie genannt wird, damit tun sich ganz viele Unternehmen Stand 2019 schwer. Ich würde sagen, wir sprechen da wirklich über 80 bis 90%.

Interview: Markus Büssecker | Fotos: Jens-Uwe Meyer

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