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Verpackungen – smart und nachhaltig

Interview mit Manfred Lück, Geschäftsführer der Robopac Deutschland GmbH

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Zum Produktportfolio der Verpackungsexperten zählen Systeme für Sekundärverpackungen für die Bereiche Lebensmittel und Getränke, wie zum Beispiel für Leergebinde für Soßen und Flaschen, sowie Lösungen für die Bereiche Tiernahrung, Kosmetik, Pharmazeutik, Öl, Tücher, Baustoffe und Chemie.

Dabei konzentriert man sich auf fünf Produktbereiche: Packer, Palettierer und De-Palettierer, Stretchwickel-Systeme und LGVs – fahrerlose Transportsysteme, die zum Beispiel vollautomatisch Paletten bewegen. „Wir sind im Zeitalter der Industrie 4.0 nicht nur angekommen, sondern ganz weit vorne aufgestellt“, so Manfred Lück, Geschäftsführer der Robopac Deutschland GmbH.

Industrie 4.0 – gelebte Realität

„Überall auf der Welt arbeiten wir zum Beispiel mit Remote-Steuerungen in der Cloud. Für Ferndiagnostik und Wartung kann man für unsere Maschinen optional ‘R-Connect’ kaufen. Damit kann man aus der Ferne die Leistung überwachen und die Performance der Maschinen ablesen“, erklärt er weiter.

Eine der Neuentwicklungen aus dem Hause Robopac ist die Cube-Technologie für Stretchwickel-Lösungen. Mithilfe dieser Technologie können besonders diffizile Palettengebinde gewickelt werden, ohne dass die Folie abreißt. Mit dieser Lösung ist Robopac zurzeit der einzige Anbieter weltweit. Komplettangebot

„Unser Alleinstellungsmerkmal ist unser Komplettangebot durch die Integration der verschiedenen Unternehmen in unsere Gruppe“, erklärt Manfred Lück. „Über die Jahrzehnte hinweg haben wir uns von einem Maschinenbauer für den Logistik-Bereich zu einen Komplettanbieter im Bereich End-of-Line-Solutions entwickelt. Damit sind wir für unsere Kunden mehr als nur ein Hersteller oder Zulieferer. Wir sind Partner und Problemlöser für sie. Dank der Integration in die Gruppe können wir alles koordinieren und auch die Schnittstellenanbindung gewährleisten. Aber in manchen Bereichen haben wir auch einfach das breiteste Produktangebot, das am Markt zurzeit verfügbar ist. Wir bieten alles von Stand-Alone-Lösungen bis hin zu vollautomatischen Lösungen. Das kann kaum ein Wettbewerber leisten. Wir haben Halb- und Vollautomaten in jeder Breite und Fertigungstiefe. Im vollautomatischen Bereich haben wir Lösungen von 30 Paletten bis hin zu 200 Paletten pro Stunde. Bei geringeren Stückzahlen sind die Lösungen halbautomatisch.“

TechLabs weltweit

Allein für den Bereich der Wickler betreibt Robopac weltweit fünf TechLabs, in Stuttgart und Bologna, in den USA, Brasilien und Shanghai. Dort werden für die Kunden Performancetests durchgeführt, auf deren Basis Verbesserungsvorschläge und optimierte Lösungen erarbeitet werden. Auch DEKRA-Zertifizierungen werden in den TechLabs von Robopac vorgenommen, zum Beispiel zum Thema Ladungssicherung. „Wir sind sehr innovationsstark“, erklärt Harald Herrmann, der ebenfalls als Geschäftsführer der Robopac Deutschland GmbH tätig ist. „Wir entwickeln alle Systeme selbst im Haus und investieren jährlich rund 4% unseres Gesamtumsatzes in R&D-Aktivitäten. Die Digitalisierung ist hier sicherlich ein großes Thema für uns. Aber auch das Thema Nachhaltigkeit wird bei uns mit Großbuchstaben geschrieben. Es ist uns wichtig, Alternativen für die Verwendung von Plastik zu entwickeln und für unsere Kunden nachhaltige Werte zu schaffen.“

Geschäftsführer, Manfred Lück
„Wir können Komplettlösungen bieten, von Stand-Alone-Systemen bis hin zu vollautomatischen Gesamtlösungen.“ Manfred LückGeschäftsführer

Die Ursprünge von AETNA reichen zurück bis 1984, als das Unternehmen in Italien gegründet wurde. Die folgenden Jahrzehnte der Unternehmensgeschichte sind bis heute gekennzeichnet von innovativen Neuentwicklungen, einer konsequenten Diversifizierung und Internationalisierung sowie strategischen Akquisitionen.

Zur Gruppe gehören heute unter anderem Dimac, ein Spezialist für Schrumpfverpackungen, TopTier, ein US-Spezialist für Palletierer, OCME, ein Experte für Filler und Palettiersysteme, sowie verschiedene andere Anbieter aus dem Verpackungsbereich. Als Global Player ist Robopac heute weltweit aktiv, mit Fokus auf Asien, Amerika und Europa.

„Wir sind in den USA auf einem guten Weg“, so Manfred Lück. „Das ist ein potenter Markt. Das Gleiche gilt für China. Aber auch in Deutschland sehen wir für die kommenden Jahre noch Luft nach oben.“

Starke Messepräsenz

Das Unternehmen spricht sein internationales Fachpublikum regelmäßig auf verschiedenen Messen an, wie zum Beispiel auf der interpack, der LogiMAT, der FachPack, Der BrauBeviale oder der drinktec. „Unsere Produkte sind erklärungsbedürftig“, so Kerstin Conzelmann, verantwortlich fürs Marketing. „Über unsere Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen möchten wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, herauszufinden, was genau sie für ihre Produktion brauchen. Dafür sind Messen ideale Gelegenheiten.“ In Zukunft will Robopac seine Marketingmaßnahmen noch fokussierter auf die Kunden zuschneiden. Eine optimierte Website sowie Social Media-Aktivitäten sollen langfristig die Kundenbindung stärken.

Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 1.500 Mitarbeiter weltweit, von denen 210 als Servicetechniker global im Einsatz sind. Neben dem Hauptsitz in Italien vereint die Gruppe Produktionen in China, in den USA, Brasilien und Italien sowie 13 Service- und Vertriebsgesellschaften weltweit. Man erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von rund 330 Millionen EUR. Dem Thema Fachkräfte- und Nachwuchsmangel begegnet Robopac mit attraktiven Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, mit einer betrieblichen Altersvorsorge und Incentives wie zum Beispiel E-Bikes.

„Gerade für unsere jungen Mitarbeiter ist eine Work-Life-Balance wichtig“, so Harald Herrmann. „Diesem Trend kommen wir nach, denn wir möchten, dass unsere Mitarbeiter zufrieden sind und langfristig bei uns bleiben.“

Unternehmergeist und Freude

Auch vor dem Hintergrund der konsequenten Wachstumsstrategie hat sich Robopac seine ursprünglichen Werte bewahrt. „Wir sind ein mittelständisch geführtes Familienunternehmen mit Unternehmer- und Gründergeist“, so Kerstin Conzelmann. „Unsere Strategien sind langfristig angelegt und man spürt immer unseren italienischen Spirit, unsere Lebensfreude. Wir haben ein starkes Teamgefühl und immer ein Lächeln im Gesicht. Das ist auch vor dem Hintergrund der Mitarbeiterbindung ein wichtiges Asset unseres Unternehmens.“

Ambitionierte Ziele

Robopacs Agenda für das Jahr 2020 ist ambitioniert. „Wir möchten unseren Umsatz in Deutschland verdoppeln“, so Manfred Lück. „Dazu werden wir natürlich die entsprechenden Maßnahmen treffen und in Vertrieb und Marketing investieren. Wir möchten smart auf uns aufmerksam machen. Unser Ziel ist dabei profitables und gesundes Wachstum. Wir sind hier in Deutschland eine kleine, schlagfertige Einheit. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns, auch wenn wir weiterwachsen, diese Schlagfertigkeit erhalten können.“

Nachhaltige Werte

Auch die langfristigen Ziele der Gruppe sind gesteckt. „Wir möchten zunächst die 500-Millionen-EUR-Umsatzmarke erreichen und dann auf die eine Milliarde zusteuern, um vom Markt und der Gruppe noch stärker wahrgenommen zu werden“, so Harald Herrmann. „Wir haben verschiedene Marken und Themen. Hierzu werden wir die Strukturen festlegen und konsolidieren. Unsere Strategie für die Zukunft ist klar: Wir möchten nachhaltige Werte schaffen, weiter Richtung Industrie 4.0 gehen und unsere Rentabilität steigern.“

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