Gasexperte: Kaspische Region wird für Gasversorgung Europas wichtiger

Gasexperte: Kaspische Region wird für Gasversorgung Europas wichtiger

Die EU möchte neben Russland verstärkt auf andere Lieferquellen von Erdgas setzen. Die Versorgung mit Gas aus der kaspischen Region wird daher zukünftig einen höheren Stellenwert einnehmen, erklärte Julian Bowden, Gasexperte bei dem internationalen Energieunternehmen BP, gestern Abend auf einer Veranstaltung der E-Control in Wien. Die österreichische Strom- und Gasregulierungsbehörde begleitet in einem EU-Twinningprojekt in der kaspischen Region gerade den georgischen Energieregulator GNERC auf dem Weg zur Erreichung von EU-Standards. „Die Nachfrage nach Gas wird in Europa in den nächsten Jahren steigen“, sagte Experte Bowden, mit Verweis auf den BP Energy Outlook bis 2030. Die Wichtigkeit der einzelnen Gaslieferländer werde sich aber verändern, erläuterte Julian Bowden. „2030 wird die Bedeutung von Russland als Gaslieferland weiterhin hoch bleiben, es wird aber mehr Gas über die Südkorridor-Pipeline aus der kaspischen Region kommen“, prophezeit Bowden. Auch der Anteil von Flüssiggas (LNG), das etwa per Schiff transportiert werden kann, werde bis 2030 zunehmen.

Die kaspische Region ist eine der ältesten ölproduzierenden Länder der Welt. Nach dem dort lange Zeit vor allem Erdöl gefördert wurde, nahm zuletzt die Förderung von Erdgas einen immer größeren Stellenwert ein. Das Twinningprojekt der E-Control mit dem georgischen Energieregulator GNERC startete im September 2012 und dauert noch bis Juni 2014.

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