Employer Branding: Entscheidendes Tool in Zeiten des Fachkräftemangels

Als Marke präsent sein

Der Begriff „Employer Branding“ bezeichnet die Entwicklung und Pflege einer Arbeitgebermarke, um sich auf dem Arbeitsmarkt gegenüber seinen Mitarbeitenden und potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Reaktion auf einen veränderten Arbeitsmarkt

Das Employer Branding ist für Unternehmen deshalb so wichtig geworden, weil sich der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren signifikant verändert hat. Während Arbeitgeber sich früher aus einer großen Anzahl von Bewerbungen den passenden neuen Mitarbeiter aussuchen konnten, ist die Entwicklung mittlerweile gegenläufig.
Aufgrund des demografischen Wandels sind Fachkräfte rar geworden, der Arbeitsmarkt hat sich zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt. Eine Entwicklung, die sich aufgrund des zunehmenden Eintritts der Babyboomer-Generation ins Rentendasein noch verschärfen wird. Besonders betroffen sind davon die Arbeitsfelder Bildung, IT, Technik, Naturwissenschaften sowie die Pflege.

Wertewandel bei der Erwartungshaltung

Hinzu kommt, dass sich die Erwartung junger Fachkräfte signifikant verändert hat. Attraktive Gehälter und sichere Arbeitsplätze bleiben wichtig, allerdings gewinnen auch andere Werte zunehmend an Bedeutung.
Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von heute wünschen nämlich Arbeitgeber, die sie nicht autoritär bevormunden, sondern sinnstiftende Arbeit bieten, auf Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung achten sowie bei Arbeitszeit und -ort Flexibilität beweisen.
Gerade Letzteres hat sich seit der Coronakrise in vielen Branchen endgültig durchgesetzt und wird von vielen Bewerberinnen und Bewerbern als selbstverständlicher Benefit für Mitarbeiter vorausgesetzt.

Die Arbeitgebermarke erfolgreich aufladen

Bei der Umsetzung des Employer Brandings ist es wichtig, die eigene Unternehmenskultur transparent zu präsentieren, zum Beispiel mit Videos über innovative Arbeitsweisen oder Interviews mit Mitarbeitenden. Authentizität ist dabei Trumpf. Ein positives Arbeitsklima ist nur dann ein Pluspunkt, wenn es glaubwürdig ist.
Zudem ist es notwendig, auf allen Kommunikationskanälen Dialogbereitschaft zu beweisen, etwa durch eine schnelle und personalisierte E-Mail-Kommunikation mit Bewerberinnen und Bewerbern.
Weiterhin ist es von Vorteil, die mittel- und langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen zu schildern, um gerade junge High Potentials mit attraktiven Karriereoptionen zu überzeugen.

Digitale Transparenz und Authentizität auf allen Kanälen

Wer besonders Mitarbeitende der Generationen Y und Z für sich gewinnen will, muss auf allen Online-Kanälen präsent sein, auf denen sich potenzielle Bewerberinnen und Bewerber heute tummeln – von der eigenen Website über alle Social-Media-Kanäle hinweg bis hin zu den Bewertungsportalen.
Dabei muss die Präsenz der Arbeitgebermarke konsistent sichtbar sein, und die Kommunikation mit potenziellen Mitarbeitenden muss auf Augenhöhe geschehen – glaubwürdig, verbindlich und schnell.

Mit Benefits den Unterschied machen

Dabei ist es wichtig, mit geldwerten Arbeitnehmervorteilen als Teil des eigenen Employer Brandings zu punkten. Diese Benefits helfen, sich positiv von der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt abzusetzen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.
Ein gutes Beispiel hierfür liefert der Finanzdienstleister tecis auf seiner kununu-Präsenz. Hier präsentiert das Unternehmen nicht nur die üblichen Eckdaten seines
Dienstleistungsspektrums, sondern auch die ganze Bandbreite seiner Mitarbeiter-Benefits.
Dazu gehören bei tecis nicht nur flexible Arbeitszeiten und das Homeoffice, sondern auch Mitarbeiterrabatte, Firmen-Events und -Parkplätze sowie Mitarbeiterbeteiligungen. Zudem haben Mitarbeitende von tecis das Unternehmen in Bezug auf die Mitarbeiterzufriedenheit mit 4,7 von insgesamt 5 Punkten bewertet.

 

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