Datengesteuerte Entscheidungen: Warum eine tiefgehende Social-Media-Analyse für Unternehmen unerlässlich ist
Das Ende von Marketing nach Bauchgefühl

KPIs, die wirklich zählen: Kennzahlen für die Unternehmensleitung
Acht von zehn Unternehmen in Deutschland haben ein Social-Media-Profil. Das zeigt eine Bitkom-Studie aus dem August 2025, in der 604 Betriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern befragt wurden. Laut ihr sind 48 Prozent der Firmen mit einem Profil auf Facebook vertreten, 35 Prozent auf Instagram und rund 22 Prozent auf TikTok.
Eine Präsenz in den sozialen Medien sei für Unternehmen heutzutage geradezu zwingend, kommentierte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder die Studienergebnisse. Denn über Social Media erreichen sie ihre Kunden.
Wie gut das in der Praxis funktioniert, verraten die Leistungskennzahlen, die den Erfolg von Social-Media-Marketingmaßnahmen überhaupt messbar machen.
Wichtig dabei: Ein Blick auf die Likes allein besitzt keine Aussagekraft. Sie sind lediglich „Vanity Metrics“ – also oberflächliche Kennzahlen.
Deutlich relevanter sind:
- die Engagement-Rate als Gradmesser für Relevanz
- die Shares und Saves als Qualitätsmesser für Inhalte
- die Kommentare als Stimmungsbild
- die Share of Voice als Vergleichsfaktor der Sichtbarkeit gegenüber Mitbewerbern
85 Prozent der Unternehmen, die einen Social-Media-Account besitzen, wollen übrigens ihre Bekanntheit steigern. Einen Einblick über den Ist-Zustand, geben dabei Kennzahlen wie die Reichweite sowie die Follower-Wachstumsrate.
Für 81 Prozent der Firmen sind die sozialen Medien ein probates Mittel, um ihre Marken und Produkte bekannter zu machen. Dadurch sollen Kunden zum Kauf angeregt werden. Entscheidend dafür ist unter anderem ein hoher Traffic. Wie hoch dieser auf dem Profil ausfällt und wie er sich zusammensetzt, zeigen unter anderem die Click-Through-Rate, die Conversion Rate sowie die Bounce Rate.
Marken-Audit: So überprüfen Sie die Präsenz Ihrer Marke
Um die Präsenz der eigenen Marke in den sozialen Medien zu analysieren, kommt ein sogenannter Marken-Audit infrage. Hierbei handelt es sich um eine strukturierte Überprüfung und Bewertung des eigenen Profils.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Analyse der Leistung, der Markenkonformität und des Wachstumspotenzials.
Wie ein Marken-Audit genau funktioniert, lässt sich anhand eines praktischen Beispiels erklären. In diesem soll es um ein Markenprofil auf der Plattform Instagram gehen.
Bei der Profilanalyse sind zunächst drei Bausteine entscheidend:
- die Community – welche Zielgruppe erreichen die Beiträge?
- der Content – welche Inhalte werden geschaltet und generieren einen hohen Traffic?
- die Profil-Performance – wie viele Nutzer besuchen das Profil und was tun sie dort?
Um diese Fragen zu beantworten, hilft ein Blick in die Instagram-Insights. Ebenso empfiehlt sich eine umfassende Hashtag- und vor allem eine Konkurrenzanalyse. Beides jedoch kann ohne professionelle Unterstützung viel Zeit in Anspruch nehmen.
Wettbewerbsanalyse: Lernen Sie automatisiert von den führenden Unternehmen Ihrer Branche
Zwar sind die Social-Media-KPIs wichtig, um sich ein Bild des eigenen Markenauftritts in den sozialen Medien machen zu können. Ohne die richtige Interpretation sind sie jedoch kaum von Nutzen. Schließlich geht es nicht nur darum, die Daten zu sammeln, sondern daraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
Unternehmen, die beim Social-Media-Marketing Nachholbedarf erkennen, können zunächst mit einer Wettbewerbsanalyse herausfinden, wie die führenden Firmen ihrer Branche auf Instagram und Co. performen. Dieser Vergleich hilft ihnen dabei, eigene Marketingschwächen aufzudecken und geeignete Lösungen für bestehende Probleme zu finden. Ebenso kann sich eine professionelle Instagram-Profil-Analyse lohnen, um die Engagement- und Traffic-Rate auf dem Unternehmensprofil zu erhöhen.
Fazit: Daten lassen sich in echte Wachstumsstrategien verwandeln
Wollen Unternehmen in den sozialen Medien sichtbarer werden, reichen kreative Posts und lustige Marketingvideos längst nicht mehr aus. Wer beim Marketing bloß der reinen Intuition folgt, vergeudet oft unnötig Budget, ohne die eigentlichen Ziele zu erreichen.
Um das zu vermeiden, sind umfassende Profilanalysen erforderlich. Sie zeigen, wie sich die eigene Community zusammensetzt, welche Inhalte bei ihr funktionieren und wo Verbesserungsbedarf besteht. Dadurch können sie dabei helfen, echte Wachstumsstrategien zu entwickeln, die Firmen auch abseits von Social Media voranbringen.





