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Stärken & Schwächen: So überzeugen Sie im Vorstellungsgespräch

Stärken & Schwächen: So überzeugen Sie im Vorstellungsgespräch

Wirtschaftsforum Listicle 29/2018

Fragen zu den eigenen Stärken und Schwächen sind echte Klassiker im Vorstellungsgespräch. Oftmals versuchen Personaler hierdurch zu erfahren, was Sie an sich selbst schätzen und inwiefern Sie ehrlich und selbstkritisch sind. Wir haben einige Beispiele von Stärken und Schwächen zusammengestellt und erklären Ihnen, wie Sie diese im Vorstellungsgespräch überzeugend präsentieren können.

Die folgenden Stärken hört jeder Personaler gerne:

Flexibilität

Flexibilität ist eine Eigenschaft, die Personaler immer gerne hören. In Unternehmen kann es schließlich Entwicklungen geben, mit denen sich auch die Aufgabenfelder der eigenen Mitarbeiter verändern. Das Problem ist jedoch, dass fast jeder von sich behauptet, flexibel zu sein. Um sich von anderen Bewerbern abzusetzen, sollten Sie Ihre Flexibilität deshalb unbedingt mit einem konkreten Beispiel belegen. Hilfreich sind hierbei Projektnachweise bei vorherigen Arbeitgebern, die zeigen, dass Sie sich mit sehr unterschiedlichen Themengebieten erfolgreich auseinandergesetzt haben. Vorsicht ist dennoch geboten: Prahlen Sie nicht zu sehr mit Ihren Erfolgen – wer angibt, hinterlässt schnell einen unsympathischen Eindruck.

Stressresistenz

Besonders stressige Situationen sind für Sie kein Problem? Das sollten Sie bei einem Vorstellungsgespräch keinesfalls verschweigen. Stressresistenz ist eine gern gesehene Eigenschaft, da man hiermit Professionalität und Ausdauerfähigkeit signalisiert. Auch hier kommt es jedoch darauf an, ob man seine Stressresistenz anhand von glaubwürdigen Beispielen veranschaulichen kann. Versuchen Sie hierbei stets, so konkret wie möglich zu argumentieren. Wer mit drei Kindern zu Hause beispielsweise stets berufstätig war, hat eine überzeugende Historie in der Hinterhand. Des Weiteren sind natürlich bisher erreichte Arbeitsziele relevant, wenn Sie damit zeigen können, auch unter großem Druck qualitativ hochwertige Leistungen zu erzielen. Seien Sie beim Thema Stress aber dennoch auf der Hut. Wer sich selbst überschätzt, wird gerade zu Anfang schnell mit Aufgaben „überschüttet“, was zu Überforderung und sogar Burnout führen kann.

Teamfähigkeit und ein kommunikativer Charakter

Frei nach dem Motto „Kein Mensch ist eine Insel“, sind Teamfähigkeit und ein kommunikativer Charakter enorm wichtig, um bei einem Vorstellungsgespräch fleißig Pluspunkte zu sammeln. Ihre kommunikative Ader können Sie praktischerweise gleich bei Ihrem Vorstellungsgespräch zur Schau stellen. Präsentieren Sie sich offen und stellen Sie Gegenfragen, um Ihr Interesse zu verdeutlichen. Je nach Möglichkeit können Sie versuchen, kurze Gespräche mit Mitarbeitern zu führen, um auch Ihre Teamfähigkeit direkt zu untermauern. Hiermit zeigen Sie, dass Sie schnell einen Draht zu anderen aufbauen können. Ein günstiger Zeitpunkt hierfür ist beispielsweise die obligatorische Führung durch das Büro.

Das gewisse Etwas

Stärken wie Flexibilität, Stressresistenz und Teamfähigkeit können der Türöffner zum neuen Job sein. Dennoch bedarf es oftmals einer zusätzlichen, besonderen Eigenschaft, um die Konkurrenz endgültig hinter sich zu lassen. Überlegen Sie vor Ihrem Vorstellungsgespräch, warum gerade Sie besonders geeignet sind für den Job. Welche besondere(n) Eigenschaft(en) bringen Sie mit? Wer mit dem gewissen Etwas im Gepäck zum Vorstellungsgespräch anreist, verbessert seine Erfolgschancen enorm.

Welche Schwächen können Sie im Vorstellungsgespräch ruhig zugeben?

Redeangst

Redeangst ist ein weitverbreitetes Phänomen. Ein Pluspunkt für Sie, da eventuell Ihr Gegenüber selbst mit diesem Problem vertraut ist, was für mehr Verständnis sorgt. Wenn Sie sich nicht gerade als Pressesprecher bewerben, hält sich dieses Handicap daher zumeist in Grenzen. In internen Meetings ab und zu nervös zu werden, ist für den potenziellen Arbeitgeber in der Regel zu verkraften. Sollte Redeangst für Sie jedoch ein größeres Problem sein, können Sie in Erwägung ziehen, einen Rednerkurs zu belegen. Viele Arbeitgeber bieten hierbei Unterstützung an.

Ruhe für Kreativität

Kreativität lässt sich nicht erzwingen. Erwähnen Sie (wenn es der Wahrheit entspricht), dass Sie zwar ein guter Teamplayer sind, hin und wieder jedoch Denkphasen für sich selbst benötigen. Der Vorteil dieser Schwäche? – es gibt viele unterschiedliche Lösungsansätze, die dem Betriebsfrieden nicht im Wege stehen. In vielen Unternehmen ist beispielsweise ein Home-Office Tag möglich. Alternativ können oft auch Zeiten abgesprochen werden, in denen Sie nur für sich arbeiten können.

Kein geborener Leader

Diese Schwäche ist meist kein großes Problem. Entscheidend ist jedoch, das Ganze richtig zu “verkaufen”. Besonders kritische Personaler interpretieren diese Schwäche häufig als die fehlende Eigenschaft, die eigene Meinung überzeugend zu vertreten. Diesem Vorurteil können Sie jedoch effektiv entgegenwirken, indem Sie Ihre Schwäche als taktisches Geschick präsentieren. Erklären Sie, dass Sie Ideen und Konzepte zunächst im überschaubaren Kollegenkreis besprechen, um im anschließenden Meeting nicht allein mit Ihrer Meinung dazustehen. Ihre Kollegen können Sie bereits überzeugen, für Meetings mit dem Chef fehlt es Ihnen lediglich an ein wenig Rhetorik-Training.

Was Sie im Hinterkopf behalten sollten:

Themenunabhängig ist es beim Erwähnen eigener Stärken und Schwächen wichtig, stets mit konkreten Beispielen zu arbeiten. So sollten Sie beim Auflisten Ihrer Stärken verdeutlichten, woran Sie diese in der Praxis festmachen. Analog hierzu, muss auch bei Schwächen verständlich sein, wie Sie im Alltag konstruktiv mit ihnen umgehen. Auf diese Art und Weise verdeutlichen Sie Ihrem Gegenüber genau was Sie meinen und vermeiden Missverständnisse.

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