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Nachhaltig. Bodenständig. Holz!

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Auf einer Fläche von 6.500 ha wachsen im brasilianischen Mato Grosso die Bäume – Teak, Eukalyptus und Balsa –, die ShareWood zum Verkauf anbietet. Bewirtschaftet werden die Plantagen von den Mitarbeitern vor Ort. Das Konzept ist so einfach wie nachhaltig: Der Kunde kauft 100 bis 200 oder mehr Bäume. Diese gehen damit in sein Eigentum über, bleiben jedoch auf der Plantage. Von Zeit zu Zeit wird gerodet und der Eigentümer erhält den Erlös aus dem Holzverkauf.

„Der Ertrag kann zwischen 6 und 8,9% liegen. Als realistisch sehen wir 6 bis 7% an“, erklärt Peter Möckli, Verwaltungsrat und CEO von ShareWood, der davon überzeugt ist, dass auch in Zukunft durch Bäume gute Erträge erzielt werden. Die privaten Investoren im Alter von 18 bis 80 Jahren gehören allen möglichen Berufsgruppen an. 100 jüngere Teakbäume sind ab 5.000 EUR zu haben, ältere ab 15.000 EUR. „Bei dieser Untergrenze ist der Einstieg für fast jeden möglich“, so der CEO.

Dielen und mehr 

ShareWood handelt nicht nur mit Bäumen, sondern verkauft auch eigene Produkte wie Teak-Leimplatten und Kanthölzer aus dem bewirtschafteten Holz. In Brasilien betreibt das Unternehmen dafür eine Firma zur Weiterverarbeitung, ebenso wie eine Fabrik zur Herstellung von Wohnaccessoires.

„Ein Riesenerfolg waren unsere Terrassendielen für die Basler Versicherungen, die in Brasilien vorbereitet wurden“, erzählt Peter Möckli stolz und fügt hinzu: „Im Bereich Terrassendielen sehen wir große Chancen für Europa. In diesen Markt wollen wir rein, darauf liegt der Fokus in diesem Jahr.“

ShareWood generiert derzeit einen Umsatz von 10 bis 15 Millionen CHF und die Zeichen stehen weiter auf Wachstum: Die Expansionsstrategie des 160-köpfigen Unternehmens sieht den Kauf von weiterem Land und mehr Bäumen vor. Zudem soll der Kundenkreis in Europa erweitert werden.

„Jeder Mensch auf dieser Welt sollte einen eigenen Baum haben.“ Peter MöckliVerwaltungsrat und CEO

Bäume als Lebenselixier

‘Nachhaltigkeit, Transparenz und Ehrlichkeit’, so lautet die Mission, die im Unternehmen gelebt wird. „Wenn jemand bei uns Bäume kauft, ist das eine Entscheidung für 15 bis 20 Jahre. Es ist eine Verbindung wie bei einer Hochzeit – sie muss nachhaltig sein!“, betont Peter Möckli, für den der Baum viel mehr ist als ein Investitionsobjekt: „Bäume sind mit Emotionen verbunden. Jeder kennt sie, jeder braucht sie. Ohne Bäume sähe die Welt nicht so aus wie wir sie kennen. Sie reinigen die Luft und sind daher die Lunge der Erde.“

Das Arbeiten mit Holz war ihm als Sohn eines Landwirts, Schreiners und Bankdirektors schon vor der Gründung der Firma 2007 vertraut. Mit ShareWood gelang es ihm außerdem, diese drei Tätigkeiten miteinander zu vereinen – was er mit viel Fleiß und Ehrgeiz verfolgt.

„Ich mag es, aus den Leuten das Optimum herauszuholen. Das gelingt, wenn man ihnen Verantwortung überträgt.“ Der Erfolg treibt ihn dabei weiter an. „Das Schöne ist, dass alle – Kunden, Natur, Firma und Mitarbeiter – am Gewinn beteiligt sind.“

Ein beruhigendes Investment

Nachhaltigkeit sei ein starker Antrieb, meint Peter Möckli und hofft darauf, dass sich diese Entwicklung noch verstärkt. „Unser Geschäftsmodell ist etwas Besonderes. Es gibt vielen Leuten die Chance zu investieren. Dabei ist das Investment nicht so spekulativ, sondern kontinuierlich. Holz wird immer gebraucht, es ist einer der wenigen nachwachsenden Rohstoffe. Man muss auch nicht jeden Tag auf den Holzbarometer schauen. Das ist doch beruhigend“, findet der CEO – und wenn er sagt, „Der Baum ist etwas Bodenständiges“, ist das durchaus doppeldeutig gemeint. Vor der Zukunft ist ihm daher nicht bange, zumal Holz, etwa in Form von Teak für Gartenmöbel, ein angesagtes Produkt sei, das in die jetzige Zeit passe.

Seine Vision ist es, einer der größten Teakholz-Produzenten weltweit zu werden. Aber eigentlich geht sie noch viel weiter: „Jeder Mensch auf dieser Welt sollte einen eigenen Baum haben. Dann hätten wir keine CO2-Probleme mehr!“

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