US-Midterms 2026: Warum politischer Stillstand Aktien helfen könnte

Die Demokraten haben bei den US-Midterms die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses gewonnen. Ab Januar 2027 muss Präsident Donald Trump bei größeren Gesetzesvorhaben mit parlamentarischem Widerstand rechnen. Für die Finanzmärkte ist das nicht zwangsläufig eine schlechte Nachricht.
Eine interessante Parallele bietet der sogenannte Congressional Effect. Wissenschaftliche Untersuchungen fanden für bestimmte historische Zeiträume deutlich höhere US-Aktienrenditen an Tagen, an denen der Kongress nicht tagte. Die Beobachtung lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres auf geteilte politische Mehrheiten übertragen. Ebenso wenig beweist sie, dass parlamentarische Untätigkeit Kursgewinne verursacht.
Ökonomisch ist der Gedanke dennoch nachvollziehbar: Unternehmen treffen Investitionsentscheidungen auf Grundlage erwarteter Kosten, Steuern und Vorschriften. Werden grundlegende politische Änderungen unwahrscheinlicher, kann das ihre Kalkulation erleichtern. Umgekehrt können Haushaltskonflikte oder Maßnahmen der Exekutive neue Unsicherheit schaffen.
Für Anleger ist deshalb weniger die parteipolitische Konstellation entscheidend als die Belastbarkeit der Geschäftsmodelle. Wie der Congressional Effect und die neue Machtverteilung in Washington zusammenhängen könnten, diskutiert Finanzpublizist Luis Pazos in der nächsten Ausgabe seines Newsletters.





