Humankapital: Wie Bildung und Vermögen über Generationen wachsen

Ob ein Mensch Vermögen aufbauen kann, hängt nicht allein von seiner Sparquote oder der Entwicklung der Kapitalmärkte ab. Eine wesentliche Voraussetzung ist sein Humankapital: Kenntnisse, Erfahrungen und praktische Fertigkeiten, die sich beruflich oder unternehmerisch einsetzen lassen.
Aus Erwerbseinkommen können Ersparnisse entstehen, die in Wertpapiere oder Sachwerte fließen. Solche Anlagen können wiederum laufende Einnahmen liefern. Damit lässt sich nicht nur Konsum bestreiten, sondern auch die Ausbildung der nächsten Generation unterstützen. Ein generationenübergreifender Kreislauf entsteht.
Ein Beispiel liefert die Familie des Finanzpublizisten Luis Pazos: Seine Großmutter musste nach zwei Jahren Volksschule auf dem elterlichen Hof arbeiten. Sein Vater konnte als erstes Familienmitglied studieren. Heute erwägt Pazos für seine Tochter auch eine Privatuniversität. Ein Bachelorstudium könnte dort rund 30.000 Euro kosten, also ungefähr 800 Euro monatlich.
Solche Gebühren ließen sich aus Dividenden, Zinsen und Optionsprämien finanzieren. Die Zahlungen sind allerdings nicht garantiert; hohe Ausschüttungen bedeuten nicht automatisch hohe Gewinne. Warum Bildung zudem weit mehr als akademische Abschlüsse umfasst, erläutert Pazos im Kapitalimpuls über Humankapital und Vermögensaufbau.





