Anlegerschutz in der EU: Wenn Regulierung die Anlagefreiheit begrenzt

Die europäische PRIIPs-Verordnung erschwert Privatanlegern den Zugang zu zahlreichen amerikanischen ETFs und Closed-end Funds. Ursache ist häufig das fehlende europäische Basisinformationsblatt. Damit können Anleger zwar einzelne US-Aktien erwerben, nicht aber ohne Weiteres einen Fonds, der diese Wertpapiere breit gestreut bündelt. Die Regulierung begrenzt somit die Produktauswahl und begünstigt zugleich europäische Fondsanbieter gegenüber der US-Konkurrenz.
Ein weiteres Beispiel ist das Verbot von Payment for Order Flow (PFOF), das seit Juli 2026 auch in Deutschland gilt. Die Vergütungen von Handelsplätzen ermöglichten Neobrokern besonders niedrige Ordergebühren. Eine Untersuchung der BaFin hatte ergeben, dass die betreffenden Handelsplätze bei kleineren Transaktionen häufig günstigere Ausführungskosten boten als untersuchte Referenzbörsen. Viele Neobroker haben ihre niedrigen Gebühren trotz des Verbots beibehalten.
Auch steuerliche Regelungen verändern die Rahmenbedingungen. Während die Verlustverrechnungsbeschränkung bei Termingeschäften rückwirkend aufgehoben wurde, stehen neue Belastungen für bestimmte Kryptowährungen zur Diskussion.
Welche Konsequenzen Anleger aus solchen Eingriffen ziehen können, erläutert der aktuelle Kapitalimpuls über Anlegerschutz und finanzielle Selbstbestimmung.





