KI-Boom und Börsencrash: Was Anleger aus der Geschichte lernen können

KI-Boom und Börsencrash: Was Anleger aus der Geschichte lernen können

Der Boom der künstlichen Intelligenz erinnert an frühere technologische Umbrüche. Schon beim Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert und während der Internetrevolution investierten Unternehmen enorme Summen in neue Infrastruktur. Die Technologien setzten sich durch, doch zahlreiche Investoren verloren Geld.
Ein Beispiel ist Cisco: Der Netzwerkausrüster profitierte erheblich vom Internetboom, seine Aktie verlor nach dem Platzen der Dotcom-Blase dennoch zeitweise rund 80 Prozent. Heute verdient Nvidia mit KI-Chips hohe Summen. Ob die aktuellen Bewertungen langfristig gerechtfertigt sind, hängt jedoch auch davon ab, wie sich Wettbewerb, Nachfrage und Gewinnmargen entwickeln.
Neben dem KI-Boom belasten hohe US-Staatsschulden, teure Immobilien und geopolitische Risiken das Marktumfeld. Keiner dieser Faktoren erlaubt für sich genommen eine verlässliche Prognose des nächsten Börsencrashs. Übertreibungen können länger bestehen bleiben, als skeptische Anleger erwarten.
Entscheidend ist daher weniger, den nächsten Kurseinbruch vorherzusagen, als das eigene Portfolio auf unterschiedliche Entwicklungen vorzubereiten. Breite Streuung, Liquiditätsreserven und laufende Kapitalerträge können dabei wichtige Bausteine sein.
Die Hintergründe diskutieren Luis Pazos und Dominik im aktuellen Cash Call über KI-Blase und Börsencrash.





