Mentale Gesundheit für Executives: Die unsichtbare Krise erkennen

Warum Stärke so spät um Hilfe bittet
Viele Executives haben gelernt, Belastung als Leistungsnachweis zu verstehen. Erschöpfung gilt als Preis des Erfolgs. Der Körper führt allerdings eine eigene Rechnung. Anhaltender Stress hält das Nervensystem in Alarmbereitschaft. Konzentration, Urteilsvermögen und Empathie leiden. Ausgerechnet die Fähigkeiten also, die gute Führung ausmachen.
Drei Fragen für den Alltag
Wann habe ich zuletzt etwas getan, das keinem Zweck diente?
Mit wem spreche ich offen über das, was mich belastet?
Was würde ich einer geschätzten Kollegin raten, die so lebt wie ich?
Ehrliche Antworten sind ein Anfang. Was hilft, ist selten spektakulär. Räume ohne Rolle, in denen niemand etwas von einem erwartet. Ein Gegenüber, das zuhört, ohne zu bewerten. Und die Erlaubnis, nicht immer stark sein zu müssen. Bei anhaltenden Beschwerden gehört auch der Weg zur Ärztin oder zum Therapeuten dazu. Ohne Scham. Mentale Gesundheit ist keine Schwäche im Lebenslauf. Sie ist die stille Voraussetzung jeder Führung, die Bestand hat.
Über die Autorin
Barbara Riese ist Mentorin, Autorin und Rednerin mit über 20 Jahren Erfahrung in Persönlichkeit und Wirkung. Sie studierte Theologie, Philosophie, Germanistik und Rhetorik. In ihrem Mentoring-Programm ANMUT begleitet sie Frauen in Führung und Familienverantwortung. Sie ist Autorin von »Liebe ist (k)eine Emotion« und lebt in Heidelberg.





