Underberg AG

„Immer das Gleiche“, aber niemals alt

Manchmal braucht es nach einer ordentlichen Mahlzeit einen Digestif, der gleichzeitig Wohlbefinden sowie eine interessante Geschmackserfahrung an Kräutern bietet. Underberg ist ein Kräuterbitter mit einer Tradition, die über 170 Jahre zurückreicht und genau dafür geeignet ist. Seine Kräutermischung ist bekannt dafür, das Befinden zu verbessen und dies weit über die Grenzen seines Herkunftslandes Deutschland hinaus. Wirtschaftsforum sprach mit Dr. Hubertine Underberg-Ruder, Verwaltungsratspräsidentin der Underberg AG. Sie gab Einblicke in die Geschichte des Unternehmens und seine Rolle als Marktführer bei Digestifs.

Dr. Hubertine Underberg-Ruder, Verwaltungsratspräsidentin der Underberg AG

Wirtschaftsforum: Es gibt zahlreiche Digestifs auf dem Markt. Was macht Underberg so besonders?

Dr. Hubertine Underberg-Ruder: Da gibt es einige Punkte. Wir benutzen ein geheimes Familienrezept in der Herstellung von Underberg, das Kräuter aus 43 unterschiedlichen Ländern der Welt beinhaltet. Als mein Ururgroßvater Underberg kreierte, bemerkte er einen Unterschied in Geschmack und Qualität von verschieden Kräutern, unter anderem je nach ihrem Herkunftsort. Er stellte ein Rezept zusammen und die „Semper idem“- Methode gewährleistete die schonende Extraktion der Kräuter, um die gleichbleibende Qualität von Underberg zu sichern. Die Kräuter, Geschenke der Natur, wirken wahre Wunder. Ein Verbraucher aus dem Ausland bezeichnete Underberg als „deutsche Technologie für den Magen“. Im Hinblick auf die Produktion ist Underberg dahingehend einzigartig, dass kein Zucker oder Zuckerfarbe künstlich hinzugegeben wird. Er lagert für einige Monate in Fässern aus slowenischer Eiche. Danach wird er in 20ml-Flaschen abgefüllt. Das scheint die perfekte Menge nach einem guten Essen zu sein. Ein weiterer Aspekt, der Underberg so besonders macht, ist die Herkunftsbezeichnung als Rheinberger Kräuter. Dank unserer langen Tradition und unserer starken Verbindung mit der Region, haben wir diese Bezeichnung von der Europäischen Union 2008 erhalten.

Wirtschaftsforum: Sind Underberg und Asbach nur in der DACH-Region erhältlich?

Dr. Hubertine Underberg-Ruder: Überhaupt nicht! Wir exportieren etwa 40% von Underberg in mehr als 100 Länder weltweit. Er ist zunehmend populär in den nördlichen Ländern, und Underberg hat seit Jahren zweistellige Wachstumszahlen in den USA. Mit Asbach, unserer anderen deutschen Marke vom romantischen Rhein, konzentrieren wir uns auf die USA, Großbritannien und China, wo qualitativ-hochwertige Destillate eine Rolle spielen.

Asbach ist eine weitere wichtige Marke des Unternehmens

Wirtschaftsforum: Wie wichtig ist es für Ihr Unternehmen mit den Verbrauchern zu kommunizieren?

Dr. Hubertine Underberg-Ruder: Einerseits verkaufen wir nicht direkt an die Verbraucher. Unsere Kunden sind Lebensmittelhändler, Gastronomie und entsprechende Großhändler. Andererseits wählt am Ende der Verbraucher, welches Produkt er kauft und deswegen haben wir einen direkten Draht zu ihm aufgebaut. Ich denke, dass es von Bedeutung ist, wenn man als Botschafter für den Genuss agiert. Unsere Verbraucher sollten demnach Können und Wohlgefühl mit Underberg erfahren können.

Um die Verbindung zu den Verbrauchern zu festigen und ihre Loyalität zu sichern, haben wir 2002 ein Programm mit dem Namen Tops&More gestartet. Seitdem sammeln Verbraucher die Underberg Flaschenverschlüsse und tauschen sie gegen großartige Prämien wie zum Beispiel ein Originalglas von Underberg oder ein Kräutermobil als Modell, unsere historischen Lieferwagen, ein. Wir haben auch exklusive Teller mit sechs unterschiedlichen Mustern von Villeroy&Boch und wir fügen konstant neue Prämien hinzu. Die letzte Ergänzung waren eine Picknickdecke und eine BBQ-Schürze für die Freiluftsaison. Aktuell geht alle drei Sekunden ein Verschluss an uns zurück.

Wirtschaftsforum: Underberg ist ein Unternehmen mit langer Tradition. Wie hält es Schritt mit den übrigen Marktteilnehmern?

Dr. Hubertine Underberg-Ruder: Wir bieten ein einzigartiges Produkt, also ist direkte Konkurrenz in den meisten Ländern kein großes Thema. Ein Trend ist handwerkliches Arbeiten, aber das war schon immer ein Teil unserer DNA. Das ist nichts, womit wir erst noch anfangen müssen., dennoch können wir in zunehmendem Maße darauf aufbauen, um unsere Markenkommunikation voranzutreiben. Wir schauen besonders nach Trends in der Kommunikation, beispielsweise mit Grillveranstaltungen oder dem Oktoberfest als Teil unserer Sommer- beziehungsweise Herbstkampagnen. Die Menschen trinken ein Digestif nach einer ordentlichen Mahlzeit, und das kann auch draußen stattfinden. Also müssen wir die Verbraucher mittels Grill-Events und Festivals ansprechen.

Wirtschaftsforum: Underberg hat eine Historie von über 170 Jahren. Worin sehen Sie die größten Meilensteine?

Dr. Hubertine Underberg-Ruder: Hubert Underberg, mein Ururgroßvater, gründete Underberg 1846, er lebte nach dem Motto „Semper idem“, was Latein für „Immer das Gleiche“ ist. Er deutete das als gleichbleibend in Wirkung und Qualität. Es war ihm möglich, die Marke Underberg mit dem Motto „Semper idem“ 1894 schützen zu lassen. 1949 startete mein Großvater Emil Underberg eine revolutionäre Entwicklung: die 20ml-Flasche als alleinige Verpackungseinheit, die er als eine „Portion Wohlbefinden“ beschrieb und Underberg war das einzige Unternehmen, das diese Größe angeboten hat. Seit mein Vater in dem Unternehmen 1964 begonnen hat, haben wir uns weiter diversifiziert. Unsere Marke Asbach wurde erneut mit dem Titel „World Class Distillery“ bei den World Spirits Awards in diesem Jahr ausgezeichnet.

Nun lenkt die vierte und fünfte Familiengeneration die Geschicke. Mit jeder Generation, fühlt man sich dem Erbe der vorangegangenen Generationen verbunden. Wir sind ein Familienunternehmen, und wir arbeiten jeden Tag mit all unserer Kreativität und Weitsicht daran, dass dies für immer so bleibt.

Underberg TV-Spot
Underberg AG
Industriestrasse 31
8305 Dietlikon
Schweiz

Tel. +41 44 8051820
Fax +41 44 8051800

www.underberg.com


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