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Nanotechnologie bringt Sicherheit vor Fälschung

Portrait

„Wir bringen keine Markierungen mit zusätzlichen Materialien auf“, so Unternehmensmitbegründer und Präsident Thomas Gering. „Durch die Mikro- oder Nanos-trukturierung von Werkzeugoberflächen, wie zum Beispiel mit Embossed Logos, Hologrammen oder Mikrotext, lassen sich unsere Lösungen in die laufende Produktion integrieren. Darüber hinaus kann auf der bestehenden Produktionslinie das fertige Produkt durch ein extrem hochauflösendes 3-D-Messsystem katalogisiert werden. Das heißt, wir können integriert in der Produktionslinie einen Katalog von Codierungen aufstellen, der entlang der Supply Chain bis zum Endkunden verfolgt werden kann. Das war und ist der Nukleus unseres Geschäfts: Produkte entlang der Supply Chain eindeutig zu authentifizieren.“

Da Hersteller Verpackungsstraßen und -linien nur möglichst geringfügig ändern möchten, wird im Bereich der Quasi-Identifikation auch heute noch häufig mit Inkjet-Lösungen oder Aufklebern gearbeitet. Thomas Gering ist zuversichtlich, dass sich das bald ändern wird.

„Aufkleber beziehungsweise Labels vermeiden zwar Eingriffe in die laufende Produktion, erzeugen jedoch zusätzliche Bearbeitungsschritte. Die Industrie ist hier sehr kritisch, da dies zu zusätzlichen Downtimes führen kann und zudem viel Geld kostet“, erklärt er. „Ausserdem ist der Sicherheitsgewinn trügerisch, denn die Labels finden sich in der Regel nur auf der Verpackung wieder, nicht aber auf dem Produkt selbst – eine wirkliche Authentifizierung des Produkts ist somit nicht möglich. Wir bringen jedoch mit unseren Lösungen Codierungen am Produkt auf, ein wesentlicher Vorteil beziehungsweise ein Game Changer. Ein Beispiel: In der Pharma-Industrie verlangt die EU ab 2019 das Aufdrucken eines 2D-Barcodes auf die Tablettenverpackung. Der identifiziert aber nur die Tablettenschachtel, nicht den Inhalt. Somit können immer noch gefälschte Tabletten in die Schachteln eingebracht werden. Unsere Lösungen erkennen nicht nur die Verpackung, sondern auch die Inhalte. Zudem sind unsere Authentifizierungslösungen in grossen Stückzahlen erheblich kostengünstiger als zum Beispiel Labels.“

Internationaler Footprint

Neben der Pharmaindustrie und deren Maschinenausrüstern ist die nano4U auch in der Konsumgüter-Industrie und gemeinsam mit Spritzgussteil-Produzenten aktiv. Ihre 3-D-Codescanner (in enger Kooperation mit deren Hersteller) sind seit Jahren bei renommierten Namen der Schweizer Uhrenbranche sowie in der Qualitätssicherung von elektronischen Bauteilen im 24/7-Einsatz.

„Unsere Lösungen können in die laufende Produktion integriert werden.“ Thomas GeringPräsident der Nano4U AG

Über die DACH-Region hinaus ist das Unternehmen vor allem in Italien, Frankreich und England tätig. Präsident Thomas Gering sieht auch global grosses Potenzial für die nano4U, insbesondere in Asien. Auch in den USA hat das Unternehmen bereits Fuß gefasst. Um seine Lösungen dem Fachpublikum vorzustellen, nimmt nano4U regelmäßig an internationalen Leitmessen wie der Achema oder der Fachpack teil, häufig auch zusammen mit Partnern.

Einzigartige Technologien

„Wir verfügen über Schlüsseltechnologien, die uns am Markt einzigartig machen“, erklärt Thomas Gering „Dazu gehören zum Beispiel die nanotechnologische Strukturierung von hochvergüteten Werkzeugstählen. Das kann keiner unserer Wettbewerber in unserer Qualität bieten. Zum anderen haben wir ein einzigartiges 3-D Scanning System, das mit einer beispiellosen Auflösung und Geschwindigkeit Codierungen in der laufenden Produktion lesen kann. Und wir verfügen über die Softwarelösungen, die all dies einfach mit bestehenden ERP-Lösungen integrierbar macht.“

Neues Thema: Glasmarkierung

Für die nächsten Jahre hat sich das Unternehmen weiterhin viel vorgenommen. „Unser Business Development ist zurzeit hochaktiv“, so Thomas Gering. „Wir haben gerade mit der nächsten Phase unseres Glas-Markierungsprojekts begonnen. Unsere Vision ist es, in fünf Jahren unsere Marke in verschiedenen Produktbereichen noch erfolgreicher gemacht zu haben und über alle Aktivitäten hinweg exponenzielles Wachstum zu erreichen. Wir können uns durchaus vorstellen, eine Fragmentierung in verschiedene Geschäftsbereiche vorzunehmen. Die Marke nano4U wird aber immer grundsätzlich als Technologielieferant darüber stehen. Natürlich hängen wir in vielen Bereich auch von der politischen Ebene ab. Dies gilt insbesondere für die pharmazeutische Industrie. Hier wird der Markt durch legale Vorgaben stark beeinflusst, wie zum Beispiel mit der neuen Direktive der EU zu den ‘Falsified Medicines’. Zum einen bekommt das Thema Fälschungssicherheit dadurch zwar sehr viel Aufmerksamkeit, häufig wird dies aber auch mit einer Abwehrhaltung der Industrie verbunden, die zusätzliche gesetzliche Vorgaben eher vermeiden will. Jedenfalls erwarten wir für die nächsten Jahre ein exponenzielles Wachstum.“

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