Von Rollläden bis ZIP-Screens

Interview mit Lisa Többen, Geschäftsführerin und Max Köhler, Geschäftsführer der Köhler Rolladen & Sonnenschutz GmbH

Wirtschaftsforum: Frau Többen, Herr Köhler, seit 1994 stellt Ihr Unternehmen in Wittenberge von Rollläden bis ZIP-Screens alles her, was vors Fenster gehört – wie umfangreich fällt dabei Ihr Produktspektrum aus?

Lisa Többen: Die Geschichte unseres Familienbetriebs reicht sogar noch deutlich weiter zurück – denn schon in den 1960er-Jahren hat mein Großvater in seiner Schreinerei mit der Herstellung von ersten Rollläden begonnen. Unsere Eltern haben die Unternehmenstätigkeit über die nächsten Jahrzehnte dann deutlich ausgebaut, wobei 1994 der Umzug an unseren heutigen Standort erfolgte, wo wir nun – eine Unternehmergeneration später – inzwischen über 60 Mitarbeiter beschäftigen. Dabei fertigen wir schon längst nicht mehr nur Rollläden, sondern auch textile Sonnenschutzelemente wie ZIP-Screens, Insektenschutz und Raffstores sowie den eigentlichen Rollladenbehang aus Aluminium und Kunststoff. Dazu betreiben wir sogar eine eigene Extrusionsabteilung. Bei einem Teil unserer Produkte unterstützen wir auf Wunsch unserer Kunden, also der Bauträger, Fensterbauer oder Architekten, auch die anfallenden Montagearbeiten im jeweiligen Objekt.

Wirtschaftsforum: Wie heben Sie sich dabei von Ihren Wettbewerbern im Markt ab? 

Max Köhler: Uns zeichnet sicherlich aus, dass wir für unsere Kunden gerne auch individuelle Lösungen entwickeln und anfertigen – das geht so weit, dass es bei uns mit wenigen Ausnahmen eigentlich kein wirkliches Standardprodukt gibt. Größere Marktteilnehmer könnten derart spezifische Anforderungen und Sonderkonstruktionen gar nicht anbieten. Wir haben uns jedoch bewusst dazu entschlossen, wendig und flexibel zu bleiben, was auch unsere Kunden sehr an uns schätzen, wie uns in Gesprächen regelmäßig gespiegelt wird: Bei Köhler muss man nicht lange fragen, bis man eine zielführende Antwort bekommt; darüber hi-naus stellen wir unseren Kunden grundsätzlich einen festen Ansprechpartner im Unternehmen zur Seite, der somit auch immer zügig auskunftsfähig ist. Kurze, firmeninterne Dienstwege ermöglichen uns schnelle Entscheidungen und eine unkomplizierte Unterstützung, wenn die Zeit einmal drängt – etwa bei Planungs- und Servicearbeiten. 

Wirtschaftsforum: Mit welchen Innovationen beschäftigen Sie sich derzeit besonders intensiv?

Lisa Többen: Die Baubranche ist besonders stark vom allgemeinen Fachkräftemangel betroffen. In diesem Zuge besteht grundsätzlich ein großes Bestreben, dass auf der Baustelle selbst nur noch möglichst wenige Montageschritte erfolgen sollen, um ein zügiges Fortschreiten des Bauvorhabens zu gewährleisten und gleichzeitig die Mitarbeiter nachhaltig zu entlasten. Dabei kommt den vielfältigen Vorteilen der modularen Bauweise eine zunehmend größere Bedeutung zu – für uns heißt das, dass der Rollladenkasten und das Fenster samt der entsprechenden Abdichtung idealerweise schon im Werk als ein Bauteil zusammengefügt werden, das dann auf der Baustelle als eine Einheit montiert werden kann. Natürlich nehmen auch die Produktanforderungen im Hinblick auf den Schall- und Wärmeschutz unaufhaltsam zu, sodass wir auch in diesem Kontext beständig an weiteren Verbesserungen arbeiten. 

Wirtschaftsforum: Mit welcher Vision gehen Sie auf dieser Basis in die Zukunft?

Max Köhler: Wir möchten auf jeden Fall unseren Standort dauerhaft sichern, weshalb wir derzeit umfassend in neue Anlagen und Technologien investieren. So wollen wir auch weiterhin für unsere Kunden wie für unsere Mitarbeiter als attraktives Unternehmen auftreten.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Bau

Bauen mit Handschlagqualität

Interview mit Jürgen Fien, Geschäftsführer der Fien GmbH Bauunternehmen

Bauen mit Handschlagqualität

Vom kleinen Auftrag für private Bauherren bis zum Rohbauprojekt in Millionenhöhe: Die Fien GmbH Bauunternehmen aus Wehr verbindet die Flexibilität eines mittelständischen Familienbetriebs mit der Leistungsfähigkeit größerer Bauunternehmen. Regionale Nähe,…

„Wir arbeiten tatkräftig an der Energiewende mit!“

Interview mit Jan und Hendrik Kwade, Geschäftsführer der JKS Jan Kwade & Sohn GmbH

„Wir arbeiten tatkräftig an der Energiewende mit!“

Das norddeutsche Bauunternehmen Jan Kwade & Sohn setzt sein umfassendes Leistungsspektrum heute vornehmlich für Kunden der Energiewirtschaft sowie für andere Bauunternehmen ein. Zu tun gibt es dort genug: Denn nicht…

Die Zukunft liegt unter der Erde

Interview mit Laurence Delplace, CEO Amberg Engineering

Die Zukunft liegt unter der Erde

Europa hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Tunnel gebaut. Nun rücken neben neuen Großprojekten zunehmend die Wartung und Modernisierung der bestehenden Infrastruktur in den Mittelpunkt. Für Amberg Engineering bedeutet das…

Spannendes aus der Region Landkreis Prignitz

Gemeinschaftsverpflegung rundum perfekt organisiert

Interview mit Dipl.-Ing. Jörg Küfen, Geschäftsführer der uwm Catering Logistik GmbH

Gemeinschaftsverpflegung rundum perfekt organisiert

Die Verpflegung in Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten ist ein komplexer Prozess. Da fließen die Belange der Küche ebenso ein wie die der Eltern, Träger und Mitarbeiter. Mit ausgereiften, bewährten und…

Arztpraxis im digitalen Wandel

Interview mit Uwe Streit, Geschäftsführer der INDAMED EDV-Entwicklung und -Vertrieb GmbH

Arztpraxis im digitalen Wandel

Im Gesundheitswesen gilt: Wer Daten beherrscht, gestaltet Prozesse. Doch zwischen Anspruch und Realität klafft oft eine Lücke. Mit „Medical Office“ entwickelt die INDAMED EDV-Entwicklung und -Vertrieb GmbH eine…

Wir wollen die grüne Heizung Schwerins werden

Interview mit René Tilsen, Leiter Erzeugung und Julia Panke, Unternehmens- kommunikation der Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS)

Wir wollen die grüne Heizung Schwerins werden

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die angespannte Lage in der Energieversorgung sorgen für große Unsicherheiten in der Wirtschaft und auch in der Bevölkerung. Die Stadtwerke Schwerin GmbH…

Das könnte Sie auch interessieren

Innovationen für Tiefgaragen

Interview mit Marc Meißner, Geschäftsführer der Meißner GmbH

Innovationen für Tiefgaragen

Parkplätze sind vor allem in Städten Mangelware. Mieter mit einem Tiefgaragenparkplatz können sich deshalb besonders glücklich schätzen. Tiefgaragentore sorgen für die notwendige Sicherheit. Die Meißner GmbH entwickelt und produziert Tore…

„Wir sind die Nummer 1 im historischen Fensterbau in der Schweiz“

Interview mit Thomas Künzli, Geschäftsführer der Vogel Fensterbauer AG

„Wir sind die Nummer 1 im historischen Fensterbau in der Schweiz“

Die Vogel Fensterbauer AG aus dem Kanton St. Gallen gilt als der prominenteste Spezialist bei der Restaurierung historischer Fenster in der Schweiz. Mittlerweile gehört das Unternehmen zur Künzli-Gruppe, die verschiedenste…

Fenster mit bestem Ruf

Interview mit Phil Ungruh, Geschäftsführer der Ungruh GmbH

Fenster mit bestem Ruf

In Ibbenbüren entstehen Fensterlösungen, die weit mehr bieten als einen guten Durchblick. Ob Neubau, Sanierung oder Großprojekt, Ungruh verbindet seit über 60 Jahren handwerkliche Qualität mit moderner Technik und persönlicher…

TOP