SUNFLEX sorgt für mehr Sonne im Leben
Interview mit Dennis Schneider, Geschäftsführer der SUNFLEX Aluminiumsysteme GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Schneider, die SUNFLEX Aluminiumsysteme GmbH ging 1986 aus einem familiengeführten Handwerksbetrieb hervor. Worauf liegt heute der Schwerpunkt Ihrer Unternehmenstätigkeit?
Dennis Schneider: Seit 40 Jahren entwickeln und produzieren wir innovative Aluminium-Glas-Systeme in Form von Falt-Schiebe- und Schiebe-Dreh-Systemen, die wir in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt haben. Außerdem bieten wir Horizontalschiebewände und diverse weitere Terrassen- und Fassadenlösungen an. Dabei verbinden wir konsequent einen hohen Designanspruch mit einer nahtlosen Funktionalität, hoher Energieeffizienz und individuellen Planungsmöglichkeiten, mit denen wir auch anspruchsvollen architektonischen Anforderungen gerecht werden können. Für die Zukunft werden für uns dabei maßgeschneiderte Systemlösungen sowie die Einbettung in intelligente Gebäudekonzepte und die
Verwendung nachhaltiger Materialien noch weiter an Bedeutung gewinnen. Neben dem hochwertigen Wohnungsbausegment sehen wir dabei auch im Hospitality-Bereich starke Wachstumsmärkte, genauso wie beim Einsatz unserer Systeme in Büroräumen und der Gastronomie, wo sie flexible Raumkonzepte ermöglichen.
Wirtschaftsforum: Die letzten Jahre waren gesamtwirtschaftlich von einem Boom während der Coronakrise geprägt, gefolgt von einer langanhaltenden Rezession. Wie hat SUNFLEX diese Zeit erlebt?
Dennis Schneider: Mit dem Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ging aufgrund der allgemeinen Unsicherheit natürlich auch bei uns der Auftragseingang etwas zurück. Wir mussten aber auch zu dieser Zeit nicht Kurzarbeit anmelden, sondern konnten weiterhin von einem nachhaltigen Vorlauf zehren. Da die Menschen nun nicht mehr in den Urlaub fahren konnten, war uns aber schnell klar, dass wir bald mit einem starken Umsatzanstieg rechnen durften, uns dabei aber auch auf längere Lieferzeiten würden einstellen müssen – und genauso kam es für uns dann auch.
Wirtschaftsforum: Wie ging es danach weiter?
Dennis Schneider: Uns war genauso klar, dass es sich bei dem gestiegenen Bestelleingang vor allem um vorgezogene Investitionen handelte: Die meisten Menschen, die jetzt ein Terrassendach bestellten, hatten sich schon länger eines gewünscht und nun eben etwas früher gehandelt, als vielleicht geplant gewesen war. Zum Jahresende 2022 hin war dann auch bei SUNFLEX der Auftragseingang wieder leicht rückläufig – aber davon waren wir ohnehin ausgegangen, weshalb wir
keine massiven Investitionen in die Erweiterung unserer Kapazitäten vorgenommen hatten, die mittlerweile nicht hinreichend ausgelastet wären. Auch heute liegt unser Produktionsvolumen immer noch weit über dem Niveau von vor der Pandemie, womit wir sehr zufrieden sind.
Wirtschaftsforum: Worauf führen Sie die Resilienz von SUNFLEX in Ihren eigentlich eher volatilen Marktsegmenten zurück?
Dennis Schneider: Wir engagieren uns klar im Premium-Segment und bieten damit auch tendenziell etwas höherpreisige Produkte an, was durch ihre weit überdurchschnittliche Qualität „made in Germany“ aber auch gerechtfertigt ist. Unsere Käuferschaft hat damit auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin gute Möglichkeiten, in ihr eigenes Zuhause oder in attraktive Hotel- und Gastronomieobjekte zu investieren. Wettbewerber aus dem Niedrigpreissektor haben natürlich mit deutlich größeren Herausforderungen zu kämpfen, wenn die Investitionsfreude bei den Endkunden verpufft.
Wirtschaftsforum: Neben der herausragenden Produktqualität und Verlässlichkeit sowie Ihrem hochmodernen Produktionsstandort sehen Sie auch in der starken Internationalisierung eine wichtige Erfolgsgrundlage für SUNFLEX.
Dennis Schneider: In den angrenzenden europäischen Märkten wie Frankreich, Spanien oder Benelux beschäftigen wir eigene Vertriebsmitarbeiter. Inzwischen haben wir auch Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt gegründet, um überall mit spannenden Partnern zusammenarbeiten zu können – von Thailand über Mexiko bis Dubai. Unsere internationalen Wachstumstendenzen waren dabei aber nie erzwungen, sondern ergaben sich oftmals durch glückliche Zufälle, etwa spontane Kontakte auf Messen oder Unternehmen aus dem Glassegment, die mit den Konkurrenzprodukten unzufrieden waren. Als vollständig bankenunabhängiges, familiengeführtes Unternehmen befinden wir uns in der komfortablen Lage, unser weiteres Wachstum konsequent langfristig und nachhaltig zu betreiben.
Wirtschaftsforum: Wie blicken Sie vor diesem Hintergrund in die Zukunft?
Dennis Schneider: Wir haben die gesamtwirtschaftlich turbulenten letzten Jahre genutzt, um unsere Prozesse zu optimieren, unsere Lieferketten resilienter aufzustellen und weiter in die Digitalisierung zu investieren. Als mittelständisches Unternehmen profitieren wir dabei von kurzen Entscheidungswegen und einer hohen Anpassungsfähigkeit an aktuelle Marktveränderungen. Gleichzeitig bleibt Nachhaltigkeit für uns eine fundamentale Voraussetzung für unseren weiteren Unternehmenserfolg – denn unsere Kunden erwarten von uns schon lange energieeffiziente, ressourcenschonende und langlebige Produkte. Diesen Ansprüchen begegnen wir mit hochwertigen Materialien wie Aluminium und Glas, die nicht nur eine hohe Lebensdauer aufweisen, sondern an deren Ende schließlich auch problemlos recyclingfähig sind. Auf dieser Basis wollen wir unsere Marktposition als innovativer Premiumhersteller national wie international weiter ausbauen und dabei nicht nur technologisch führend bleiben, sondern uns auch organisatorisch konsequent als Familienunternehmen weiterentwickeln.















