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Ein Paradies mit dem Besten von früher und heute

Interview mit Michael Madreiter, Geschäftsführer der PURADIES Embachhof GmbH & Co KG

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Wirtschaftsforum: Das Salzburger Land ist ein hart umkämpfter Markt im Bereich der Hotellerie, gerade der gehobenen. Welche Faktoren sind für Sie wichtig, um das PURADIES zu einem besonders attraktiven Reiseziel zu machen und sich dadurch von der Konkurrenz abzuheben?

Michael Madreiter: ‘PURADIES – Eine Welt für sich und dich’: Unter diesem Motto wollen wir ein unvergessliches Urlaubserlebnis schaffen und versuchen, auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Gastes individuell einzugehen. So ist das PURADIES als pures Paradies konzipiert, gemäß dem Prinzip ‘Vom Einfachen das Beste’. Wobei es hier nicht um Verzicht geht, sondern um die Reduktion auf das Wesentliche. Wir stellen fest, dass es in der Gesellschaft oftmals an Wertschätzung fehlt für die Produkte und Dienstleistungen, die täglich erbracht werden. Hier setzen wir an und geben den namenlosen Produkten wieder ein Gesicht und ihre eigene Geschichte, authentisch und pur. So haben wir es in kulinarischer Hinsicht geschafft, bereits im ersten Jahr des Bestehens als bester Neueinsteiger des Jahres 2018 (91 Punkte) von Falstaff ausgezeichnet zu werden. Neben der Top-Gastronomie in unserem Haus ist es vor allem das mehrfach preisgekrönte Design, das stilvoll und smart eine besondere Willkommensatmosphäre verbreitet – mit unseren Mitarbeitern als Seele des Hauses. Und weil aller guten Dinge drei sind, ist es wohl auch die sonnigste und beste Lage in Leogang, die das PURADIES zum Paradies macht.

Wirtschaftsforum: Mit Ihrem Chaletdorf verbinden Sie gehobenen Hotelservice mit einem romantischen, natürlichen Rückzugsort, der sich am traditionellen, einfachen Leben der Almbauern orientiert. Wie kamen Sie auf die Idee dazu und wie haben Sie sie umgesetzt?

Michael Madreiter: Unser 4 Sterne Superior Hotel ist der ideale Sparringspartner für unsere Hide Away Chalets. Neben Salzburger Bio-Frühstück á la carte und Fine Dining im preisgekrönten Gourmetrestaurant ESS:ENZ bieten wir noch viele weitere exklusive Leistungen für unsere Chalet-Gäste, die ohne ein Top-Hotel im Hintergrund nicht möglich wären. Der Gedanke war, einen puren Rückzugsort zu schaffen, ohne auf den Komfort eines Hotels verzichten zu müssen. Man könnte sagen, das eigene Chalet in den Alpen mit Butler-Service. Unsere Chalets sind der perfekte Rückzugsort, um Ruhe und Zweisamkeit zu genießen – etwa für alle verliebten Pärchen. Aber auch Familien, die auf eine sehr unkomplizierte Art und Weise ihren Urlaub genießen wollen und es bevorzugen, einfach so in den Tag hineinzuleben, fühlen sich hier wohl. Und ganz so einfach ist das ‘Almleben’ dann doch wieder nicht. Nur Private SPA-Luxus im Chalet war bei unseren Vorfahren noch nicht so bekannt.

Wirtschaftsforum: Das PURADIES ist sowohl Hotel als auch Bio-Landwirtschaft. Warum hat sich Ihre Familie dazu entschieden, beide Betriebe zu führen und welche Effekte ergeben sich dadurch?

Michael Madreiter: Wir sind auf den elterlichen Bauernhof, dem Embachhof, großgeworden und somit tief in der Natur verwurzelt und ihr eng verbunden. Aus dieser Verbundenheit resultiert eine besondere Wertschätzung für authentische und qualitativ hochwertigste landwirtschaftliche, regionale Produkte. Genau dies wollen wir im PURADIES auch für unsere Gäste spürbar machen. Unsere Herkunft verpflichtet. Daher sind wir überzeugt, dass die Kraft der einzigartigen, natürlichen, bäuerlichen Landschaft mit den Annehmlichkeiten eines Top-Hotels für smarte Genießer bestens harmoniert und für einen absolut puren Lifestyle steht. Ganz ehrlich: Wer hätte nicht gern feine Lebensmittel vom hauseigenen Bio-Bauernhof morgens auf dem Frühstückstisch?

Es ist die Sehnsucht nach dem Idyll, der unverfälschten Natur, dem Echten, dem Puren. Im PURADIES soll dies zum Standard werden. Es geht heute in der Hotellerie nicht mehr ausschließlich darum, ‘Momente’ zu kreieren, die es sich lohnt mit anderen zu teilen, sondern vielmehr um jene bedeutungsvollen Erlebnisse, die den Menschen wahrhaftig berühren. Authentizität ist mehr denn je gefragt.

Wirtschaftsforum: Welche Art von Gästen begrüßen Sie in Ihrer Anlage und welche Erfahrungen suchen diese während der Zeit bei Ihnen?

Michael Madreiter: Wir freuen uns darüber, in unserem Hotel Paare, Familien sowie auch Firmen willkommen heißen zu dürfen. Wir sind offen für alle und bieten für jede Altersgruppe ein abwechslungsreiches Programm. Angefangen beim Yoga auf unserer Aussichtsplattform bis hin zu einer geführten Wanderung durch die wunderbare Landschaft Leogangs. Unser Naturbadeteich bietet nach anstrengenden Wanderungen im Sommer eine perfekte Abkühlung und das ‘Badhaus’ ist der ideale Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Es ist keine klassische Zielgruppe, die wir ansprechen, sondern eine Wertegemeinschaft, die sich zu einem gesunden, sportlichen und weltoffenen Lebensstil bekennt, das Urbane wie auch das Ländliche zu schätzen weiß und in besonderem Maße wertschätzend mit Mitmenschen sowie deren Produkten und Dienstleistungen umzugehen weiß. Es ist durchaus der smarte Genießer, den wir bei uns willkommen heißen.

Wirtschaftsforum: Das Design Ihres Hotels verbindet rustikale, traditionelle Elemente mit modernen Materialen und zeitgenössischer Kunst. Was waren die Gründe, die Sie dazu bewogen haben, Altes mit Neuem zu mischen?

Michael Madreiter: Der ehrwürdige Embachhof mit seinen über 250 Jahren ist immer noch das äußerliche Gesicht des Hauses. Auch wenn er inzwischen ins PURADIES integriert wurde, zeigt er unsere Tradition und Herkunft. Das Konzept ‘PUR’ zeigt sich im Design, darf aber nicht die Wurzeln verleugnen. Traditionelles mit Modernem zu verbinden, ist das, was uns rückblickend vorbildlich gelungen ist. Pure Rohstoffe, schlicht gehalten in den Farben der Natur, vereint in einem komplexen und einzigartigen Kunstwerk. Unter dem Motto ‘Weniger ist mehr’ halten wir den Stil des Hauses schlicht und beschränken uns auf wenige Materialien, die sich wie ein roter Faden durchziehen. Die Kunst in unserem Haus erfüllt eine wichtige Aufgabe: Sie beflügelt, gibt Denkanstöße und übt Kritik. Sie erfreut und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Man stelle sich Unternehmertum ohne Kreativität vor und dies in einer Zeit, in der sich alles um Innovation dreht. So zieht es den Unternehmer zur Kunst und die Kunst ins Unternehmen. Eine wertvolle Symbiose, noch dazu schön anzusehen.

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