Das selbstwachsende Unternehmen

Interview mit Andreas Krattiger, Geschäftsführer der Drytech SA

Jeder Kunde – ganz gleich, ob Bauherr, Investor oder Abdichtungsunternehmen – profitiert von mehr als einem halben Jahrhundert Erfahrung der Drytech SA mit Grund- und Regenwasserabdichtungen von Beton sowie Sanierungen mittels einem ausgeklügelten Injektionssystem. So reduziert die einfache Logistik mit nur vier Hauptprodukten die Fehlerquote auf ein Minimum.

Das vollkommen witterungsunabhängige System wird von Drytech komplett selbstständig entwickelt, gefertigt und vertrieben – ohne Zwischenhandel. Zudem ist das Reißen des Materials ausgeschlossen, da größere Etappen schnell und einfach betoniert werden.

Grosse Unterstützung

„Wir wollen unser Unternehmen in einer Marktnische weiter international ausbauen und suchen dazu Partner und Verarbeiter, vorrangig in den USA, Asien, den Niederlanden, Belgien, England, Schweden, Finnland und Norwegen“, beschreibt Andreas Krattiger, Geschäftsführer der Drytech SA, die Ziele. „Diesen Partnern bieten wir nicht nur intensive Engineering-Schulungen zum Planen der Abdichtung, sondern auch spezifische Verarbeiter-Schulungen in Theorie und Praxis. Außerdem unterstützen wir sie mit Prospekten, technischen Handbüchern, Drynews sowie Präsentationen und Referenzen aus ganz Europa, Afrika, Südamerika und Australien.“

Höchste Kompetenz 

Die Kompetenz von Familie Krattiger – Inhaber der Marke Drytech – reicht zurück bis in das Jahr 1963, als die Firma in Basel gegründet wurde. Ab 1975 kam mit Bedano im Tessin der zweite Firmensitz hinzu. Immer nutzten die Abdichtungsspezialisten die aktuellsten technologischen Entwicklungen, angefangen bei der heute zur Abdichtung gegen Grundwasser längst überall etablierten Weißen Wanne bis hin zum wasserdichten Beton und den Systemen zur Schwindrisssteuerung durch ein selbst entwickeltes, neuartiges und trinkwassergeeignetes Acrylharz.

Viele Partnerunternehmen 

„Heute beschäftigen wir insgesamt 100 Mitarbeiter und erzielen einen Umsatz von 30 Millionen CHF, davon zwei Millionen außerhalb der Schweiz“, erklärt Andreas Krattiger. „Wir haben einen Produktionsstandort in der Schweiz und neun eigene Ausführungsbetriebe in der Schweiz und Italien. Außerdem arbeiten 14 selbstständige Partnerunternehmen für uns als Ausführungsbetriebe in Deutschland, Dänemark, Großbritannien und Italien.“

„Mit unserem System muss nichts abgerissen und neu gemacht werden.“ Andreas KrattigerGeschäftsführer

Sanieren statt abreissen  

Die Injektionstechnik mittels Acrylharz hat Drytech im Laufe der Jahre stets weiter optimiert und international geltenden Normen angepasst. „Mit unserem System muss nichts abgerissen und neu gemacht werden“, versichert der Geschäftsführer. „Der neue Belag wird auf den alten Belag, zum Beispiel auf der Terrasse, aufgetragen. Das ist günstiger, schneller, effizienter und von hoher Qualität. Das Gleiche gilt für in den Keller eindringendes Wasser. Statt die Erde auszuheben, können wir es von der Innenseite aus reparieren.“

Eigenes Controlling 

Innerhalb von Drytech konzentriert sich Andreas Krattiger auf Controlling, Entwicklung und strategische Funktionen. „Die Firma läuft von allein“, freut sich der Geschäftsführer. „Ich habe ein Werkzeug für das Controlling entwickelt und kenne die Leistung jedes Mitarbeiters. Zweimal jährlich werden Prämien gezahlt. Die Leute sind sehr motiviert und bringen gute Leistungen. Und auch bei der Materialverwertung haben wir sehr gute Durchschnittswerte.“

Einmal im Monat gibt es eine Sitzung, auf der über Aufträge, Rendite und Garantieschäden gesprochen wird, ansonsten lässt Andreas Krattiger die Beschäftigten ihre Arbeit machen.

Nachfolge gesichert   

„Jetzt wollen wir den amerikanischen Markt in Angriff nehmen“, erläutert Andreas Krattiger. „Das ist ein neues Feld für uns.“ Für den Geschäftsführer sind die Einsparmöglichkeiten eines der besten Argumente: „Bei einem Parkhaus konnten die Vorteile sehr überzeugen: Es war sechs Monate schneller fertig als geplant. So konnten 1,2 Millionen gespart werden. Drytech wächst von allein, weil wir Qualität und Service bieten.“

Damit es so bleibt, ist die Nachfolge bereits gesichert: Die beiden Töchter von Andreas Krattiger, die derzeit noch Architektur beziehungsweise Economics studieren, wollen ebenfalls in die Firma einsteigen.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Bau

„Mit einem Anstrich Energie sparen – ohne Umbau“

Interview mit Waldemar Walczok, Geschäftsführer der SICC Coatings GmbH

„Mit einem Anstrich Energie sparen – ohne Umbau“

Wer über Energieeffizienz im Gebäudesektor spricht, denkt meist zuerst an Dämmstoffe. Waldemar Walczok verfolgt einen anderen Ansatz. Mit Beschichtungen, die wie Farbe verarbeitet werden, will sein Unternehmen Gebäude kühlen, Wärme…

Nachhaltig bauen, klar führen

Interview mit Wolfgang Rosentritt, Geschäftsführer ROSENTRITT

Nachhaltig bauen, klar führen

Der Immobilienmarkt in Deutschland erlebt derzeit seine wohl tiefgreifendste Transformation seit Jahrzehnten: gestiegene Zinsen, Baukosten auf Rekordniveau und Käufer, die sich zurückhalten. Während viele Entwickler Projekte pausieren, geht ROSENTRITT einen…

Energie neu denken: Wie Kölns Uni­klinik Effizienz und Zukunft sichert

Interview mit Prof. Dr. Peter Heinen, Geschäftsführer der medfacilities Energie GmbH und Dipl.-Ing. Bernd Oerder, Bereichsleiter Energie- und Produktmanagement der Uniklinik Köln

Energie neu denken: Wie Kölns Uni­klinik Effizienz und Zukunft sichert

Steigende Energiekosten, Klimawandel und eine hochkomplexe technische Infrastruktur stellen Krankenhäuser vor enorme He­rausforderungen. Die medfacilities Energie GmbH geht sie mit einer Energie- und Technologieoffensive an. Wirtschaftsforum sprach mit Prof. Dr.…

Spannendes aus der Region Bedano (TI)

Stromzufuhr nach Maß

Interview

Stromzufuhr nach Maß

Transformatoren sind in elektrotechnischen Anlagen unverzichtbar, um Wechselspannungen nach Bedarf kontrollieren und die galvanische Trennung verschiedener Stromkreise gewährleisten zu können. Eine besondere Rolle nehmen Trockentransformatoren ein, die keine flüssigen Isolierstoffe…

Hotel-Historie trifft auf Innovation

Interview mit Giuseppe Rossi, General Manager der Hotel Splendide Royal SA

Hotel-Historie trifft auf Innovation

In einem Palast wohnen, gleichzeitig aber die Annehmlichkeiten der modernen Zeit genießen – im Einklang mit der Umgebung und der Natur. Genau dies gelingt im Hotel Splendide Royal Lugano, das…

Stahlhart nachhaltig!

Interview mit Teresa Cosulich, Leiterin Marketing der Trasteel SA

Stahlhart nachhaltig!

Stahl ist eines der gefragtesten Produkte weltweit. Der Markt ist nicht nur hart umkämpft, sondern auch volatil. Die Trasteel SA mit Sitz in Lugano hat sich in diesem Markt längst…

Das könnte Sie auch interessieren

„Der persönliche Kontakt bleibt trotz Digitalisierung wichtig!“

Interview mit Birgit Häussler, Geschäftsführerin der Manfred Häussler GmbH

„Der persönliche Kontakt bleibt trotz Digitalisierung wichtig!“

Seit über 40 Jahren setzen Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen aus dem Bausektor aus dem süddeutschen Raum auf die Materialkompetenz und beständige Verlässlichkeit des Baustoffgroßhändlers Manfred Häussler GmbH aus Winnenden. Im Interview…

Wenn Qualität Leben rettet

Interview mit Hans-Werner Holdermann, Geschäftsführer der Deutsche Blistergesellschaft mbH

Wenn Qualität Leben rettet

Die Verblisterung von Arzneimitteln könnte die Patientensicherheit revolutionieren. Doch während technisch bereits Weltspitze erreicht ist, hinkt der rechtliche Rahmen dramatisch hinterher. Die Deutsche Blistergesellschaft arbeitet mit Fehlerquoten im Nanobereich, während…

Vom Service zum System:  Fluid Management neu definiert

Interview mit Erdem Ates, Geschäftsführer der Fluid Service Plus GmbH

Vom Service zum System: Fluid Management neu definiert

Kühlschmierstoffe und Prozessflüssigkeiten sind entscheidend für stabile Fertigungsprozesse – und doch oft unterschätzt. Im Interview spricht Erdem Ates, Geschäftsführer der Fluid Service Plus GmbH, über seinen Weg ins Familienunternehmen, die…

TOP