Geiss AG
Die Tüftler aus Oberfranken
Ob Badewannen oder Teile für die Automobilindustrie – die Vakuumformmaschinender Baureihen 'T' und 'U' der GEISS AG werden allen Anforderungen gerecht. Dabei gilt besonders die Baureihe 'T' wegen ihrer großen Ziehtiefe bei niedriger Arbeitshöhe und Schließkräften bis 200 t als weltweit führend.
Die umfassende Auswahl an Zubehör erlaubt die Anpassung der Maschinen an die speziellen Bedürfnisse der Nutzer. Besonders erwähnenswert ist das von GEISS entwickelte Twinsheet-System. Es ist eine Technologie,die die gleichzeitige Verformung von zwei Kunststoffschalen und deren automatischer Verschweißung mit der Eigenwärme in einem Arbeitsgang erlaubt.
Breite Produktpalette
CNC-Fräsmaschinen von GEISS bestehen im Wesentlichen aus drei Hauptachsen und einem geschweißten Maschinengehäuse mit feststehendem Maschinentisch. Die Frässpindel ist in einem drehbaren Gabelkopf aufgehängt, der wiederum an der vertikalen Z-Achse der Maschine befestigt ist. Grundsätzlich sind die Fräsmaschinen in drei-, vier- oder fünfachsiger Ausführung erhältlich.
Darüber hinaus konstruiert und baut GEISS auch Ultra-Schneideanlagen mit vier bis sechs Achsen sowie Laserschneideeinheiten. Abgerundet wird das Portfolio durch Maschinen zur Umformung und Bearbeitung von Compositen sowie Horizontalbandsägen.
Individuelle Lösungen
Wegen ihrer Produktvielfalt kann die GEISS AG die Anforderungen ihrer Kunden optimal bedienen. Außerdem wird jede Maschine schon während der Konstruktionsphase auf die Bedürfnisse der Auftraggeber zugeschnitten. Vorhandene Werkzeuge können umstrukturiert werden und ermöglichen so eine schnelle und zeitgenaue Produktion.
Aktuell hält GEISS rund 20 Patente und sieht sich als Global Player. "Wir müssen immer neue und bessere Ideen für Automatisierung und Produktivität entwickeln", erläutert Manfred Geiß. "Weil wir immer auf die speziellen Wünsche unserer Kunden reagieren, verlieren wir auch keine Kunden."
Möglichkeiten früh erkannt
Schon früh erkannte Firmengründer Georg Geiß die enormen Möglichkeiten des neuen Materials Kunststoff. 1948 gründete er sein Unternehmen und begann in seiner Schreinerei mit der Fertigung von Formen für die Vakuumverformung. 1957 brachte Georg Geiß die erste Vakuumformmaschine auf den Markt und setzte in den folgenden Jahren immer wieder Maßstäbe für die Branche.
Weitere Innovationen von GEISS waren die erste Vakuumformmaschine in Flachbauweise, die ersten Unterheizungen von Vakuumformmaschinen, die erste von Mikroprozessorengesteuerte Vakuumformmaschine sowie die erste automatische Plattenbeschickungsmaschine.
1970 trat Sohn Manfred Geiß, der heutige Geschäftsführer, ins Unternehmenein. Ein weiterer Höhepunkt der Firmengeschichte war die Vorstellung der ersten CNC-Fräsmaschine mit fünf Achsen 1984.
„Wir müssen immer neue und bessere Ideen für Automatisierung und Produktivität entwickeln.“
Osteuropa 'unerlässlich'
Mittlerweile beschäftigt GEISS 145 Mitarbeiter, davon 87 Prozent in der Fertigung. Für 2011 werden 25 Millionen Euro Umsatz erwartet. 70 Prozent aller Maschinen gehen in den Export. Hier sind Schweden, Großbritannien,Tschechien, Frankreich, Spanien, Russland und Weißrussland die wichtigsten Märkte.
"Gerade Osteuropa ist für uns unerlässlich", betont Manfred Geiß. Vertrieben werden die Produkte über Handelsvertreter. Die sind weltweit tätig, verfügen über großes Know-how und werden durch individuelle Schulungen und Verkaufstrainings auf dem Laufenden gehalten.
Kunden der GEISS AG sind vor allem Lohnfertigungsunternehmen für Kunststoffteile, die Automobilindustrie, Hersteller öffentlicher Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen, die Nutzfahrzeugindustrie, Verpackungsindustrie sowie Hersteller von Sanitärprodukten und 'Weißer Ware'.
Wachstumsmarkt
"In Krisenzeiten haben wir immer in Top-Maschinen investiert", nennt Manfred Geiß eines der Erfolgsrezepte. "Die Kunststoffbranche ist weltweit nach wie vor ein Wachstumsmarkt, insbesondere bei den Kunststoffpaletten", freut er sich. Als sehr positiv beurteilt der Vorstandsvorsitzende auch die Entwicklung in den Schwellenländern, wenngleich er bessere Rahmenbedingungen anmahnt: "Wir brauchen offene Grenzen ohne bürokratische Hemmnisse." Für die weitere Zukunft sieht Manfred Geiß große Chancen durch die Entwicklung energieeffizienter Maschinen.
Außerdem soll die Internationalisierung vorangetrieben werden. Dabei denkt der Firmenchef vorallem an neue Vertretungen in Mexiko, Australien und Neuseeland. Dabei sind die Aussichten gut, denn der Slogan 'Neu erfinden statt kopieren' findet auch außerhalb Deutschlands Anklang.
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