Wiesbaden, 17.02.2012

Erzeugerpreise: + 3,4% gegenüber Januar 2011

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Januar 2012 um 3,4% höher als im Januar 2011. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Index gegenüber dem Vormonat Dezember 2011 um 0,6%.

Den höchsten Einfluss auf die gesamte Jahresveränderungsrate hatten auch im Januar 2012 die Preissteigerungen für Energie. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Energiepreise um 7,3% höher, wozu vor allem die Entwicklung der Erdgaspreise beitrug. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2011 stiegen die Energiepreise um 1,3%. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise im Januar 2012 um 1,8% höher als im Januar 2011. Gegenüber Dezember 2011 stiegen sie um 0,4%.

Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen von Januar 2011 bis Januar 2012 um 3,6%. Gegenüber Dezember 2011 erhöhten sie sich um 0,4%. Nahrungsmittel wurden seit Januar 2011 um 4,5% teurer (+ 0,3% gegenüber Dezember 2011). Eine besonders hohe Veränderung gegenüber dem Vorjahr wiesen die Preise für Zucker mit + 34,0% auf. Allein gegenüber dem Vormonat stiegen diese Preise um 4,0%. Auch Margarine war mit + 14,7% deutlich teurer als im Januar 2011, gegenüber dem Vormonat Dezember 2011 erhöhten sich die Preise nochmals um 2,6%. Im Gegensatz dazu verbilligte sich Butter im Vormonatsvergleich um 2,5% (- 0,2% gegenüber Januar 2011).

Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im Januar 2012 um 1,1% teurer als im Januar 2011 und wiesen damit einen deutlich schwächeren Preisanstieg als die Erzeugerpreise insgesamt auf. Walzstahl war sogar um 4,3% billiger als ein Jahr zuvor. Allerdings gab es teilweise auch kräftige Preissteigerungen. So nahmen die Preise für Fahrzeugneureifen mit + 12,9% gegenüber Januar 2011 und mit + 4,2% gegenüber dem Vormonat Dezember 2011 deutlich zu.

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