Hamburg, 02.02.2012

Deutschland im Nachfolge-Notstand

  • TNS Emnid Studie zeigt: Unternehmer kümmern sich nicht um ihre Nachfolge - eigene Kinder oft nur zweite Wahl
  • Nachwuchs hat kein Interesse am elterlichen Geschäft

Bei mehr als 100.000 Unternehmen entscheidet die Regelung der Nachfolge bis 2014 über ihre weitere Existenz (Quelle: Institut für Mittelstandsforschung, Bonn) - und damit auch über zahlreiche Arbeitsplätze. TNS Emnid befragte im Auftrag der Deutschen Unternehmerbörse (DUB.de) 321 Unternehmer. Die Umfrage macht deutlich: Der deutsche Mittelstand kämpft mit massiven Nachfolgeproblemen.

Ursache 1:

Unternehmer kümmern sich nicht um ihre Nachfolge. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der befragten Unternehmer hat das Thema Nachfolge noch nicht beziehungsweise noch nicht abschließend geregelt.

Ursache 2:

Unternehmer halten ihre Kinder oft nicht für geeignete Nachfolger. In drei von vier Unternehmen übergeben die Eigentümer ihr Geschäft an Tochter oder Sohn. Jedoch halten nur 44 Prozent der befragten Unternehmer die familieninterne Übergabe langfristig auch für Erfolg versprechend.

Ursache 3:

Dem Nachwuchs fehlt das Interesse. 63 Prozent der befragten Unternehmer gaben an, dass ihre Kinder andere berufliche Interessen verfolgen. Besonders alarmierend ist die Situation in kleineren mittelständischen Firmen.

Ursache 4:

Senioren lassen nicht los. Der Hauptgrund für gescheiterte Unternehmensübergaben innerhalb der Familien liegt darin, dass der Senior nicht loslassen kann. Das meinen 84 Prozent der interviewten Eigentümer und Geschäftsführer.

Alle Umfrage-Ergebnisse sowie weitere interessante Hintergründe zum Thema Unternehmensnachfolge finden Sie in der beiliegenden Studien-Auswertung sowie unter www.dub.de.

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