Importpreise November 2011: + 6,0% gegenüber November 2010
Der Index der Einfuhrpreise lag im November 2011 um 6,0% über dem Vorjahresstand. Im Oktober 2011 hatte die Veränderung zum Vorjahr + 6,8% und im September + 6,9% betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Einfuhrpreisindex im November 2011 gegenüber dem Vormonat Oktober 2011 um 0,4%.
Importierte Energie war im November 2011 um 25,6% teurer als im November 2010. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Energieträger um 1,4%. Importiertes Rohöl war im Vergleich zu November 2010 um 29,1% teurer (+ 2,5% gegenüber Oktober 2011). Für Mineralölerzeugnisse musste binnen Jahresfrist 24,2% mehr bezahlt werden (+ 2,4% gegenüber Oktober 2011). Die Erdgaspreise lagen um 25,2% über denen des Vorjahresmonats (- 1,7% gegenüber Oktober 2011).
Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im November 2011 um 3,2% über dem Stand von November 2010 (+ 0,1% gegenüber Oktober 2011).
Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe war Eisenerz um 18,6% teurer als im November 2010 (+ 0,6% gegenüber Oktober 2011). Für Nicht-Eisen-Metallerze gaben deutsche Importeure 4,2% weniger aus als im November 2010. Im Vergleich zu Oktober 2011 kosteten Nicht-Eisen-Metallerze aber 3,3% mehr. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im November 2011 um 1,3% unter dem Niveau des Vorjahresmonats, gegenüber Oktober 2011 fielen sie um 1,9%. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im November 2011 im Vergleich zu November 2010 um 0,4% teurer (+ 0,9% gegenüber Oktober 2011). Das Preisniveau für Rohaluminium lag um 4,6% über dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums, die Ware verbilligte sich aber gegenüber Oktober 2011 um 2,2%. Rohkupferpreise war im November 2011 um 5,5% preiswerter als im Vorjahr, verteuerte sich aber gegenüber dem Vormonat wieder (+ 3,3% gegenüber Oktober 2011).
Im Bereich der chemischen Erzeugnisse waren im November 2011 vor allem Düngemittel (+ 20,1%) und Kunststoffe in Primärformen (+ 5,1%) teurer als im entsprechenden Vorjahresmonat. Gegenüber Oktober 2011 stiegen die Preise für Düngemittel um 0,3%, die Preise für Kunststoffe in Primärformen fielen dagegen um 1,2%.
Im Nahrungsmittelsektor lag der Einfuhrpreisindex für Rohkaffee um 17,2% höher als im November 2010 (+ 3,1% gegenüber dem Vormonat). Der Einfuhrpreisindex für Schweinefleisch lag um 9,8% höher als vor einem Jahr (+ 3,5% gegenüber Oktober 2011), bei Rindfleisch gab es einen Preisanstieg um 8,6% gegenüber November 2010 (- 0,1% gegenüber Oktober 2011). Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse waren im November 2011 im Vergleich zum November 2010 um 6,6% höher (- 0,4% gegenüber Oktober 2011). Getreide kostete 3,9% mehr als im vergleichbaren Vorjahresmonat (- 0,3% gegenüber Oktober 2011). Geflügelfleisch war um 16,7% teurer als im November 2010 (- 0,8% gegenüber Oktober 2011).
Der Index der Ausfuhrpreise lag im November 2011 um 2,9% über dem Stand von November 2010. Im Oktober 2011 hatte die Veränderung zum Vorjahr + 3,0% und im September + 2,9% betragen. Gegenüber dem Vormonat Oktober 2011 stieg der Ausfuhrpreisindex im November 2011 um 0,2%.
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