Wirtschaft

Guter Start ins neue Jahr

Die Stimmung wird immer besser. Zum dritten Mal in Folge stieg der vom Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) ermittelte ifo-Index an. Von 107,3 Punkten im Dezember legte er auf 108,3 Punkte im Januar zu. Der ifo-Index gilt als Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft und bescheinigt ihr somit einen guten Start ins neue Jahr.

Obwohl die Unternehmen die derzeitige Geschäftslage etwas weniger gut als im Dezember einschätzen, stellen sich die Geschäftserwartungen nach Aussage des ifo-Instituts deutlich positiver dar als noch gegen Ende 2011. So hat sich das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe verbessert. Bei der Geschäftslage sehen die Industrieunternehmen einen leichten Aufwärtstrend gegenüber Dezember, bei den Geschäftsperspektiven sogar eine deutlich günstigere Entwicklung. Auch Exportaussichten und Personalplanung werden positiver eingeschätzt. Während die Kapazitätsauslastung niedriger ist als im Herbst, sind Geräte und Maschinen überdurchschnittlich ausgelastet.

Im Groß- und Einzelhandel ist der ifo-Index leicht gesunken. Während der Einzelhandel die Geschäftsentwicklung eher skeptisch einschätzt, sehen Großhändler die aktuelle Geschäftslage sehr positiv. Auch im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima im dritten Monat nacheinander verbessert. Auch die Geschäftsentwicklung beurteilen die Betriebe klar positiver als bisher.

Das der Universität München angegliederte ifo-Institut ist eines der größten deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute. Einmal monatlich befragt das Institut eine repräsentative Auswahl von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes sowie des Groß- und Einzelhandels. Die befragten Unternehmen beurteilen vor allem ihre gegenwärtige Geschäftslage, ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate, Nachfragesituation sowie die Zahl der Beschäftigten. Besondere Aussagekraft hat der ifo-Index bei der Vorhersage von Trendwenden des Wirtschaftswachstums. Entsprechend der wirtschaftswissenschaftlichen Dreimal-Regel geht die Konjunkturentwicklung mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine positive oder negative Richtung, wenn der Geschäftsklima-Indikator dreimal nacheinander entsprechende Daten aufweist.

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